Möllerherm Immobilien: Wen suchen wir? Wieviel zahlen wir? Und warum stehen wir morgens auf…

Der Maklerjob ist sicherlich ein Phänomen. Es gibt kaum einen Beruf, der mehr Ausbildung abverlangt, mehr Talent benötigt, mehr Hoffnung schafft und mehr enttäuscht. Es gibt kaum einen Beruf der mehr zur Öffentlichkeit nötigt, mehr Geld verspricht, mehr Unsicherheit und Risiken birgt. Es gibt kaum einen Beruf, der mehr abverlangt von deiner Persönlichkeit, deiner Ausdauer und deinem Menschenverstand.

Vielleicht ist es deswegen, dass es nur wirklich wenig gute Makler gibt, viele durchschnittliche Makler und ein paar nicht so Gute.

Makler werden kann grundsätzlich jeder, aber ein guter Makler sein, nur wenige. In kaum einer Berufsgruppe gibt es gefühlt mehr schwarze Schafe als im Maklergeschäft. Von Kaper-Makler bis Bettkanten-Makler zu Gärtner-Makler gibt es zahlreiche Subformen des Maklerdaseins. Die guten Makler sind meistens in individuell und regional aufgestellten Familien-geführten Maklerbüros zu finden. Sie sind spezialisiert auf das Vermittlungsgeschäft und prägen den Markt mit einer kundenorientierten Firmenphilosophie.

Einen guten Makler motiviert nicht der monetäre Aspekt des Berufs.

Gute Makler sind Team-Player. Sie stellen sich in den Dienst der Firma und des Teams und versuchen für das Team Tore zu schiessen. Sie wissen, dass die Provision durch gute Arbeit sowieso kommt. Erfolg ist immer eine Folgeerscheinung von guter und solider Vorleistung. Sie bringen das Team und das Unternehmen mit eigenen Ideen voran. Gute Makler sind abschlussorientiert, wissen sich aber auch den Bedürfnissen der Firma und des Markts, sprich der Kunden, anzupassen.

Gute Makler wissen Vertrauen beim Kunden (Eigentümer und Interessenten) aufzubauen. Sie bringen sich mit Ihrer Persönlichkeit voll ein. Oft entscheiden Augenblicke oder Kleinigkeiten darüber, ob du eine persönliche Beziehung mit dem Kunden auzubauen vermagst oder nicht.

Gute Makler denken zunächst an den Gegenüber und dann an sich selber. Die Provision steht oft aber diesem Denken im Weg.
Daher haben wir mit unserer Firma alle Makler fest angestellt. Wir haben das Fixum deutlich höher angesetzt als den variablen Teil. Bei uns erhalten unsere Mitarbeiter ein monatiliches Fixum und eine Provisionsvorauszahlung auf den variablen Provisionsteil. Den variablen Teil kann man durch erfolgreiche Verkäufe auffüllen. Wer mehr verkauft, kommt recht schnell über diesen Bereich hinaus. Dazu gibt es ein Handy, Laptop und ein Auto, das man sich selbst konfigurieren kann.

Der Motivationseffekt ist bei unseren Mitarbeitern deutlich zu spüren. Unsere Mitarbeiter denken stärker im Team und für die Firma als für sich selber. Das merken auch die Kunden. Wenn Sie mich fragen, erzähle ich Ihnen ganz offen, dass wir auf diese Art unsere Mitarbeiter anders und besser behandeln wollen.

Aktuell sind wir in unseren Verkaufsgebieten auf der Suche nach neuen guten Mitarbeitern, insbesondere in Kielaber auch perspektivisch in Hamburg und Bremen suchen wir Makler in Festanstellung für unseren Betrieb. Wenn ihr uns überzeugt, dann geben wir euch das nötige Know-How und die Prozesse erfolgreich makeln zu können. Wir unterstützen euch mit On-the-Job Coachings. Ihr bekommt einen Mentor aus der Geschäftsführung zugewiesen. Ihr werdet mit Webinaren, externen Schulungen und internen Workshops ausführlich geschult. Unser CRM-System ist cloud-basiert und hat eine top iPhone-App. Arbeiten von unterwegs ist also kein Problem.

Wir suchen auch Maklerbüros die sich uns anschliessen wollen oder Makler mit Erfahrung, die gerne ein Verkaufsgebiet aufbauen wollen. Zum Führen eines Maklerbüros bedarf es heutzutage über das Fach-Wissen hinaus zusätzlich auch Kenntnisse im Umgang mit modernen Technologien (Fotografie, Virtualität) und neuen Medien (SEO, Google Adwords, Lead-Maschinen, Social Media). Vielleicht ist es an der Zeit sich einen starken ganzheitlichen Partner zu suchen, der Produkte und Wissen für eine moderne Gebrauchtimmobilien-, Neubau-, und Commercialvermarktung abdeckt.

Mit unseren Büros in Norddeutschland ergeben sich Netzwerk-Vorteile. Dadurch dass wir ca. 40.000 Kunden in unserer Kartei haben, kann auch mit Kundenzuführungen oder Kapitalanlagen ggf. leichter ein passender Käufer oder Verkäufer gefunden werden. Zusätzlich ist unsere Marke in vielen Regionen auch über Schleswig-Holstein hinweg bekannt.

Was bieten wir?

Wir sind eine Prozess-orientierte Firma. Unsere wichtigsten Unternehmensabläufe haben wir in Prozessen abgebildet, die selbsterklärend sind. Unser System schult daher quasi unsere Mitarbeiter selber und besonders neue Mitarbeiter können sich ohne Hilfe recht zügig selbst einarbeiten. Das persönliche Coaching kommt natürlich auch nicht zu kurz.

Wir haben einen Innendienst mit ca. 10 Mitarbeitern, d.h. der Makler kann sich bei uns um das Wichtigste kümmern, den Kunden. Den Rest (wie z.B. Exposé-Erstellung oder Telefonakquise) macht unser Innendienst. Wir haben bewährte automatische digitale und analoge Akquise-Prozesse, die ein Grundrauschen an neuen Immobilien verspricht.

Unsere Kultur ist einmalig, familiär und einfach nur geil. Spaß haben steht bei uns weit oben in jedem Büro in Nord-Deutschland. Seid Ihr Makler oder wollt gerne einer werden, könnt ihr mir gerne eine Mail an marcel.hofeditz@moellerherm-immobilien.de mit euren Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf & Anschreiben) schicken. Alternativ könnt ihr mich auch unter meiner Handynummer 0151-50467537 kontaktieren oder über Whatsapp anschreiben. Mehr zu unserer Firma findet ihr unter: www.moellerherm-immobilien.de

Ich hoffe, dass ihr diesen Artikel spannend fandet, auch wenn ggf. nicht der passende Job dabei war.

Ich würde mich natürlich freuen, wenn Ihr diesen Artikel bei Facebook oder in anderen Netzwerken teilt. Vielleicht findet sich ja in eurem Netzwerk ein Bekannter, der sich für einen neuen Job interessiert.

Euer Marcel

Dr. Marcel Hofeditz ist Teil der Geschäftsführung von Möllerherm Immobilien. Er ist verantwortlich für die Expansionsstrategie des Unternehmens.

Die 3 Makler-Typen: Der Netzwerker, der Einzelgänger und der Pirat

Wie man sich vorstellen kann, ist das Maklerleben auch stark vom Austausch mit den Kollegen am Markt geprägt. Nach nun 2 Jahren Maklererfahrung habe ich mal versucht die unterschiedliche Makler, die sich am Markt bewegen, in 3 Typen zu klassifizieren. Nach längerer Beobachtung konnte ich feststellen, dass über unsere Märkte hinweg in ganz Norddeutschland sich diese Typen immer wiederfinden lassen:

1 Der Netzwerker

Die Netzwerker sind die Maklerkollegen, die sich mit den anderen Kollegen auf den Austausch fokussieren. Sie wollen über die aktuellen Trends des Markts und der Technologie Bescheid wissen und diese ggf. im Unternehmen umsetzen. Sie freuen sich darüber Gemeinschaftsgeschäfte mit den anderen Kollegen zu machen und sich auf Tagungen zu treffen. Sie profitieren vom gegenseitigen Austausch und schärfen dadurch ihr Dienstleistungsangebot. Um Netzwerker zu werden muss man sich natürlich zunächst bewusst darüber sein, welchen Mehrwert man in ein Gespräch mit den gegenüber bringen kann. Bringt man keine Immobilien, kein Wissen oder keine Erfahrung mit, dann erschwert dies den Einstieg ins Netzwerken. Es kann zum Netzwerken aber auch reichen, dass man einfach ein netter Kollege ist und sich höflich und freundlich gibt im gemeinsamen Miteinander. Netzwerker legen Wert auf Auszeichnungen und Mitgliedschaften. Der finanzielle Gewinn kann aber beim Netzwerker schnell ins Hintertreffen geraten. Die Qualität des Angebots und das Wachstum des Unternehmens steht beim Netzwerker oft im Vordergrund. Netzwerker würden gerne Einzelgänger davon überzeugen Netzwerker zu werden. Netzwerker verbünden sich gegen Piraten, um diese am Markt zu isolieren.

2 Der Einzelgänger oder auch Einsiedler

Der Einzelgänger oder auch Einsiedler beschäftigt sich mit den Kollegen nur peripher. Er fürchtet sich vor der Konkurrenzanalyse, da dies ihn ja seiner Meinung nicht weiterbringt. Er konzentriert sich lieber auf sich und seine Stärken als die Kollegen oder das Drumherum zu studieren. Dabei versucht er auch nicht mit den Kollegen am Markt anzuecken. Der Einzelgänger kennt sich selbst und seinen Markt sehr genau, weiß aber nicht wie er mit diesem Wissen auf Andere zu gehen sollte. Er kann sich nicht erklären, welchen Vorteil der offene Austausch mit Kollegen über das Geschäft hat. Es erschließt sich ihm auch nicht, warum man mit Kollegen Gemeinschaftsgeschäfte machen soll, weil man dadurch ja einen Teil der Provision abgeben muss. Entweder er macht das Geschäft alleine oder gar nicht. Er legt nur Wert auf Mitgliedschaften oder Auszeichnung die ihn persönlich wirklich weiterbringen und nicht seiner Meinung nach gefälscht sind. Er missbilligt ggf. Netzwerke als reine Show. Piraten machen ihm Angst. Einzelgänger können zu Einsiedlern werden, wenn Sie ggf. nicht vorankommen. Dann zieht sich ein Einzelgänger in seinen Heimatmarkt zurück und versucht gestärkt wieder aus dem Markt nach einer Erholungszeit hervorzugehen.

3 Der Pirat

Der Pirat kapert und entert andere Kollegen am Markt. Er macht sich bewusst zum Feindbild und genießt die besondere Stellung die er dadurch inne hat. Für ihn geht es um das schnelle Geld und weniger um die nachhaltige Anerkennung am Markt die dem Netzwerker am Wichtigsten ist. Der Pirat schreckt auch vor nichts zurück. Er sucht sich die schwächsten Opfer am Markt aus und versucht die Kunden abzuwerben. Dabei bedient er sich Methoden wie die Verkäufer der Kollegen ausfindig zu machen und anzuschreiben oder anzurufen, sich auf Verkaufsveranstaltungen der Kollegen unter falschen Namen zu bewegen und seine Visitenkarten zu verteilen oder auch Objekte ohne die Zustimmung des Eigentümers am Markt anzubieten. Der Pirat wird eigentlich überwiegend als Kaper-Makler oder Nachweis-Makler aktiv. Diese Missform des Maklers gibt es leider noch allzu häufig am Markt und viele Käufer fallen auf die doppelten Inserate in den Portalen immer wieder rein. Der Pirat verabscheut Netzwerker, da diese sich gegen ihn verbünden. Nur dann fürchtet er sich davor, dass sein Ruf so leidet, dass keiner mehr bei ihm kaufen möchte.

Jeder Marktteilnehmer kann vom Piraten zum Einzelgänger, vom Einzelgänger zum Netzwerker oder auch (aber eher selten) vom Piraten zum Netzwerker wechseln. Dabei bedarf es aber oft einer starken kulturell-betrieblichen Veränderung, wie z.B. Wechsel des Geschäftsführers, aber insbesondere bedarf es viel Zeit und Aufwand, damit die Kollegen die Veränderung wahrnehmen. Ist einer der oben genanten 3 Typen erfolgreicher als der Andere? Es kommt hierbei auf die Definition des Erfolgs an. Der Pirat hat den Vorteil unberechenbar zu sein am Markt. Mit dessen Methode kann man kurzfristig mit wenig Mühen ggf. einen finanziellen Erfolg erzielen auf Kosten des eigenen Images. Der Einzelgänger kann mit seiner Askese durchaus erfolgreich sein. Auch innovative Unternehmen können sich als Einzelgänger am Markt präsentieren, da Sie ein neues Geschäftsmodell verfolgen. Der Netzwerker bietet ggf. durchaus die nachhaltigsten Erfolgschancen mit dem Risiko sich beim Netzwerken zu verzetteln.

Wenn der Blog-Artikel gefallen hat, würde ich mich natürlich über ein Teilen auf Twitter, Google+, LinkedIn oder Facebook sehr freuen. Ich empfehle auch unseren Artikel über Kaper- und Nachweis-Makler: http://www.moellerherm-immobilien.de/maklererfahrung/2017/02/23/vorsicht-vor-dem-knipser-warum-nachweismakler-ihrem-immobilienverkauf-schaden/

Viel Spaß weiterhin beim Makeln und Netzwerken,

Euer Marcel

Was Immobiliengeschäfte mit Mon Cherie zu tun haben?

Auf den ersten Blick nichts. Was haben denn Pralinen mit einem neuen Zuhause zu tun? Jedoch auf den zweiten Blick, wenn man sich viele Jahre mit dem Immobilienverkauf und mit Süßwaren beschäftigt hat, stellt man viele Gemeinsamkeiten fest. Es gibt eine unendliche Auswahl dieser Leckereien aus Schokolade und vielen kreativen anderen Zutaten wie z.B. Nougat, Blätterkrokant, Kirschen, Likör und Dekoren aus Schokolade oder Nüssen und Streuseln u.s.w. an jeder Ecke im Angebot: in der Confiserie, im Supermarkt, im Restaurant und auch im Discounter. Bei Maktenartikeln ist man sich sicher, immer eine gleichbleibende Qualität der Leckereien zu bekommen. Bei unbekannten Angeboten kommt es auf das Vertrauen zum Anbieter an, ob auch mein Geschmack getroffen wird. Der eine mag es mild, der andere herb, der eine knusprig, der andere wieder cremig.
Bei Immobilien ist das nicht nur ähnlich, sondern noch extremer, denn kaum eine Immobilie gleicht der anderen. Immobilien müssen auf die Bedürfnisse von Menschen zugeschnitten sein. So wie sich nicht jede flüchtige Bekanntschaft zur Freundschaft entwickelt, passt nicht jede Immobilie zu jedem Menschen. Das ist eine ganz persönliche Sache.

Beim Kauf entscheiden die Frauen und ein gutes Bauchgefühl. Darüber muss sich jeder, der seine Wohn-Immobilie verkaufen möchte im Klaren sein. Ein gutes Marketing für die zu verkaufende Immobilie ist heute unverzichtbar. Pralinen in schlechten Verpackungen haben schließlich auch keine Chance gemocht und gekauft zu werden. Um Ihr Immobilienangebot potentiellen Käufern schmackhaft zu machen, braucht man heute ein professionelles Exposé, gedruckt fast wie eine Zeitschrift, mit vielen Profi Fotos und schönen Texten, Drohnenfotos, 360 Grad Panorama Rundgänge, Videos, professionelles online Marketing und so weiter. Dann muss die Immobilie bei der Besichtigung dem Interessenten auch noch „schmecken“. Wir sagen immer, dass er/sie ein gutes Bauchgefühl haben muss. Ob es passt oder nicht, entscheidet sich meist in den ersten 2 Sekunden, nachdem ein Interessent das Objekt betritt. Damit alles perfekt inszeniert wird und die Interessenten sagen: „Das ist Mon Cherie“ ist die Hilfe von professionellen Maklern oft unverzichtbar.

Ja zur Ausbildung! Warum wir Makler unsere Berufsgruppe schützen wollen…

Im März 2008, also vor über 9 Jahren kam ein junges selbstbewußtes Mädel namens Anika auf unseren ersten Stand auf der Immomeile der Lübecker Nachrichten mit dem festen Entschluß in der Immobilienbranche eine Ausbildung zu machen. Sie erzälte uns, dass Sie im Juni ihr Abitur fertig habe und danach gerne Immobilienkauffrau werden möchte. Wir hatten seinerzeit noch keine Erfahrungen in Sachen Ausbildung von Nachwuchskräften aber nach kurzer Überlegung wurde uns schnell klar, dass die Ausbildung von qualifizierten Nachwuchskräften eine große Chance für unser Unternehmen bedeuten könnte.
Damals wie heute ist der Beruf des Immobilienmaklers keine geschützte Berufsbezeichung, denn jeder kann sich bei seiner Gemeinde einen Maklerschein nach §34c kaufen und sich fortan Immobilienmakler nennen. Dass es nach wie vor derartig lasche Zugangsvoraussetzungen gibt und sich quasi jeder Zugang zum Maklergeschäft kaufen kann, hat nicht wirklich zum Vertrauen in die Qualifikation unserer Berufsgruppe beigetragen. Daher muss die Branche selber etwas unternehmen.

Der Immobilienverband Deutschland ivd, dem ca. 6000 der über 40.000 in Deutschland aktiven Maklerunternehmen angehören, fordert deswegen seit vielen Jahrzehnten einen Fach- und Sachkundenachweis für Makler einzuführen. Das hat die Politik aber bisher leider immer abgeleht. Um dem ivd angehören zu können, müssen Makler, Sachverständige und Verwalter von Immobilien vor der Aufnahme in den Verband eine Sachkunde – Prüfung ablegen. Das sorgt für eine Mindest-Qualität der angebotenen Dienstelstungen.

Zurück zu Anika. Sie hat ihre Ausbildung zur Immobilienkauffrau mit Auszeichung abgeschlossen und inzwischen haben wir jedes Jahr einen neuen bzw. eine neue Auszubildende eingestellt und zur Immobilienkauffrau bzw. Immobilienkaufmann ausgebildet und jede/n nach seiner Ausbildung in die Festanstellung übernommen. Aktuell haben wir eine junge Frau im 3. Lehrjahr und einen jungen Mann im 2. Lehrjahr. Im August kommt dann Antonia, die gerade mit ihrem Abitur fertig ist und beginnt dann ihre Ausbildung bei uns.

Junge und gut ausgebildete Mitarbeiter wachsen nicht auf Bäumen. Wir müssen sie selber ausbilden und entwickeln. Unsere Branche braucht Talente, die die Immobilie des Menschen erfolgreich vermarkten können. Hier geht es um die Generierung der Werte, in die Menschen ihr Leben lang investiert haben. Da müssen wir an uns die Maßstäbe höher setzen. Genauso sollte dies die Politik machen. Es soll nicht jeder makeln dürfen, denn es bedarf unserer Meinung nach einer nachgewiesenen Qualifikation an Seriösität und Vertrauen.

Nichts für Käuferportale oder Kaper-Makler: 5 Tipps zum Vertrauensaufbau im Maklergeschäft!

Ob Kaper-Makler, Nachweismakler, Knipser oder Käuferportale, Sie alle hoffen auf das schnelle Geschäft. Sie handeln mit den Daten und Informationen der Eigentümer oft ohne, dass die Eigentümer sich darüber im Klaren sind, was genau mit Ihren Daten passiert.

Die Wahrheit ist nämlich echte Kundenbeziehungen entstehen nicht von heute auf morgen, sondern brauchen Zeit. Ein guter Makler hat diese Zeit und investiert Sie.
Wissenschaftlich gesehen benötigt der Vertrauensaufbau zwischen zwei Menschen  nämlich zwei Dinge: Positive Erwartungen an das Beziehungsergebnis, sowie die Bereitschaft von beiden Seiten sich verwundbar zu machen.

Was heißt das für uns Makler? Wir müssen einen Mehrwert schaffen im Immobilienverkauf und diesen auch erklären können. Wir gehen mit dem was wir tun in Vorleistung und riskieren einen Verlust mit jeder Immobilie, die wir ins Angebot aufnehmen.
1 Wir müssen uns von pauschalen Regeln lösen
Es gibt kein Pauschalrezept. Authentizität, Ehrlichkeit oder Integrität erhöhen das Vertrauen beim Menschen gegenüber. Um authentisch zu sein, muss ich aber auf mein Bauchgefühl horchen. Ich brauche die Intuition das Richtige zu sagen im richtigen Moment. Manchmal ist es wichtig eine persönliche Basis aufzubauen bevor man sich der Immobilie zuwendet, manchmal ist es aber auch anders herum und die Immobilie ist erst einmal wichtig. Die Beziehung muss an dieser Stelle über die Immobilie erarbeitet werden.

2 Der Vertrauensdialog kann und sollte immer und überall beginnen
Der so genannte „Vertrauensdialog“ beginnt ab dem Moment, wo ich das erst Mal mit meinem Gegenüber in Kontakt gerate und der Dialog kann immer und darf überall beginnen. Das heißt, dass wenn ich zum Beispiel im Sportverein in der Umkleide sitze und man ich mich mit dem Sitznachbar über Sport unterhält, kann dies der Beginn eines Vertrauensaufbau sein. Auf die Frage: „Was ist mein Job?“ Sollte man schon mit Begeisterung und strahlenden Augen reagieren dürfen „Ich bin Makler.“. Immerhin haben wir den „besten Job der Welt“. Öfters beginnt eine Kundenbeziehung jedoch eher durch eine direkte Ansprache des Verkäufers oder eine eigene direkte Ansprache. Wenn dies passieren sollte, ist es auch hier wichtig die Ansprache bzw. die Kontaktaufnahme möglichst natürlich und selbstverständlich wirken zu lassen.

3 Selbstverständlichkeit ist wichtig für einen vertrauensvollen Dialog
Dass ein Kunde am Freitag um 19 Uhr anruft und eine Marktwerteinschätzung wünscht, ist natürlich nicht selbstverständlich, sollte es aber sein. Das heißt, dass wir in dieser Situation nicht angespannt sind und entspannt das Gespräch entgegennehmen und versuchen die Situation so natürlich wie möglich zu nehmen. Wenn mich Kunden Abends um 19 Uhr anrufen, dann gehe ich gerne ans Telefon, denn es könnte ja auch ggf. sehr wichtig sein. Wenn mein Sohn dazwischen quatscht, dann erzähle ich auch mal gerne über das Leben als Familienvater. Meine Kunden freuen sich dann, dass Sie nicht nur einen Makler haben, sondern auch einen Papa mit einem kleinen Sohn. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir sehr viel über unsere Verkäufer erfahren, dann können wir auch ein wenig von uns preisgeben. Die Trennung von Beruf und Arbeit ist an dieser Stelle durchaus schwierig möglich, vielleicht sogar eher hinderlich. Der Beruf des Maklers bedeutet immer, dass man zu einem gewissen Grad in der Öffentlichkeit steht. Der eigene Name ist in diesem Fall die eigene Marke, der sich bei dem Verkäufer auch einprägen soll. Wenn ich möchte dass dieser Name bekannt wird, dann muss ich dafür auch ein wenig mein Privatleben preisgeben.

4 Kundengespräche sind kein Monolog, sondern ein Dialog
Wenn wir zum Beispiel ins Haus gebeten werden und wir vielleicht mit einem kleinen netten Satz beginnen wie: „Soll ich meine Schuhe ausziehen, ich habe mir heute extra warme Socken angezogen?“ oder „Entschuldigen Sie mein „nasses“ Auftreten, aber der Wettergott meinte es nicht gut mir“, dann schaffe ich gleich eine Wohlfühl-Atmosphäre. Passen diese Sätze immer? Natürlich nicht, es regnet ja auch nicht immer. Das Kundengespräch läuft dann schlecht, wenn man selber merkt, dass es „verkäuferisch“ wirkt. Man kennt diese Situation, man sitzt dort, versucht zu senden, zu senden und zu senden, aber man hat das Gefühl, dass der Empfänger nichts von dem Gesendeten erreicht. Es entsteht keine Empathie auf der Gegenseite, kein Leuchten in den Augen für die eigenen Geschichten und als Reaktion darauf, wird noch mehr gesendet, vielleicht gefällt ihm ja noch eine weitere spannende Geschichte, die mir gerade erst passiert. Anstatt einfach einmal kurz und knapp den Verkäufer eine wichtige aber nicht oft gestellte Frage zu stellen, zum Beispiel: „Was war denn das Schönste, was Sie in diesem Haus erlebt haben?“ oder „Welche Erinnerungen verbinden Sie mit diesem Haus?“

5 Weniger ist mehr
Die besten Termine bei Verkaufsinteressenten hatte ich, wo der Verkäufer von sich aus über seine ihm wichtigen Dinge sprach. In diesem Fall hat mein Gegenüber von selbst erzählt und berichtet und ich konnte ihn durch meine Fragestellung selbst auf die Erkenntnis bringen, die er noch suchte. Trotz unserer Erfahrung durch viele Immobilienverkäufe ist es doch oft so, dass diese nur zu einem gewissen Grad bei der Lösung von den besonders wichtigen Problemen hilft. Die wirklich wichtigen Probleme müssen die Verkäufer meist selber lösen. Man kann an dieser Stelle nur unterstützend wirken. Dies ist ja auch unsere Berufung, nämlich nur nur Immobilien, sondern insbesondere auch Vertrauen zu vermitteln .

Wenn ihr mehr über die Nachweismakler lesen wollt, dann könnt ihr hier weiterlesen. Wenn ihr mehr zu Käuferportale wissen wollt, dann lest gerne hier weiter.

Wenn ihr Themen habt, die euch besonders interessieren, dann schreibt einfach diese in das Kommentarfeld oder mir persönlich. Ich freue mich auf Eure Nachrichten…

Vorsicht vor den Käuferportalen! Warum Sie sich selber Ihren Makler aussuchen sollten…

Wenn Sie bei Google oder anderswo „Immobilie verkaufen“ eingeben, erscheinen ganz oben Angebote von Internetportalen, die sich zwar sehr gut damit auskennen, wie man in den Ergebnislisten an die ersten Positionen kommt, aber von der Materie Immobilienverkauf nur sehr wenig verstehen und sich in Ihrer Region auch meist nicht auskennen. Die verlockenden Überschriften lauten z.B.

  • Zum Höchspreis verkaufen
  • Immobile verkaufen Top-Preis – 100% kostenlos für Verkäufer
  • Immobilie erfolgreich mit Makler verkaufen

Wer will das nicht? Immer mehr Portale werben im Internet auf diese Art um Kunden.

Es wird angeboten seine zu verkaufende Immobilie mit ein paar Mausklicks kostenlos bewerten zu lassen und meist damit, das Sie in Kürze 3 kostenlose Angebote von Maklern aus der Region erhalten. Dazu kommen zusätzliche aufmerksamkeits-haschende Aussagen wie: 25.000€, 50.000€, 75.000€ mehr für Ihr Objekt oder das nur geprüfte Immobilienmakler vermittelt werden.

Ziel des Ganzen ist immer, an Ihre Daten zu kommen.

Das Eingabemenü macht es Ihnen einfach, die vom Portal gewünschten Eckdaten einfach anzuklicken. Zum Schluss geben Sie noch Ihre Email-Adresse und Ihre Telefonnummer ein und werden umgehend von den Mitarbeitern des Portals angerufen. Hier bekommen Sie dann einen oder mehrere regional tätige Makler empfohlen oder Sie werden direkt von Maklern der Region angerufen, die Ihnen eine kostenlose Marktwerteinschätzung vor Ort anbieten.

Bei den „empfohlenen“ Maklern handelt es sich aber leider meist nicht um die Besten ihrer Zunft, sondern um die, die für jeden Kontakt, den Sie von den Portalen erhalten bares Geld auf den Tisch der Portale legen, um bei Ihnen den Fuß in die Tür zu bekommen. In der Regel sind nur die zweit- und drittklassigen Makler bereit für derartige Kontakte Geld zu bezahlen. Die Qualität der folgenden Marktwerteinschätzung erahnen Sie schon.

Zusätzlich schließen die Portale einen Rahmenvertrag mit dem zahlungswilligen Makler und der zahlt dann u.a. 250 € für jeden Kontakt, bei dem er anrufen kann. Dieses Angebot wird 3 verschiedenen zahlungsbereiten Makeln unterbreitet und wer zuerst anruft, malt zuerst. Das sind Summa Summarum 750€ pro Verkäuferkontakt, die das Portal erlöst. Es gibt aber auch Portale die Makler anrufen und Ihre konkreten Kontaktdaten gegen Bezahlung einzelfallbezogen verkaufen wollen. Geprüft ist da von den Portalen bei der Maklerauswahl recht wenig und die Qualifikation des Maklers spielt so gut wie keine Rolle. Wer zahlt, bekommt Ihre Kontaktdaten.

Den meistbieten Makler zu bekommen, der Ihnen utopische Verkaufspreise verspricht bringt Ihnen aber rein gar nichts. Im Gegenteil. Es droht Ihnen der schlimme Fall Ihre Immobilie mit einem überhöhten Preis am Markt zu „verbrennen“.
Gute und qualifizierte Makler teilen die Maklerbelohnung, sprich Courtage, nicht mit überregionalen Portalen dieser Art, denn Sie wissen genau was Ihre Arbeit wert ist. Daher kommen Sie auf diesem Wege meist nicht an die Besten der Branche heran, die den marktgerechten Preis auch wirklich erzielen und nicht nur versprechen.

Wir empfehlen, sich bei Bekannten und Freunden nach deren Erfahrungen zu erkundigen und auch mal im Internet zu stöbern, wer den für Sie besten Auftritt mit seiner Webside hat, wo die Qualität der Fotos professionell ist und auch die Texte in den Exposés lesefreundlich aufbereitet sind. Auch eine Mitgliedschaft im Berufsverband ivd sagt eine Menge über die Qualität aus. Man merkt ganz schnell, welcher Makler zu einem passt und wen man anrufen sollte. Schauen sie auf die Bewertungen von Google, Immobilienscout24 und Focus. Und bestellen Sie gerne mehrere zu sich nach Hause, um einen Vergleich zu ziehen, aber geben Sie diese wichtige Entscheidung nicht aus der Hand.

Lassen Sie sich also, wenn Sie eine Immobilie verkaufen möchten, nicht blenden von rein Profit-orientierten Portalen, sondern verlassen Sie sich besser auf Empfehlungen, eigene Recherchen und ihr gutes Bauchgefühl. Denn damit sind Sie bis heute ja auch immer erfolgreich und glücklich gewesen.

5 Gründe warum positives Netzwerken mit anderen Maklern so wichtig ist…

Unser Blog maklererfahrung.de feiert jetzt schon sein 1-jähriges Jubiläum und wir freuen uns über die sehr positive Resonanz. Ihr wollt gerne einmal hinter die Kulissen eines Maklers schauen? Dann seid ihr hier genau richtig…

Eine Frage, die uns oft gestellt wird von Kollegen und auch von unseren Kunden: Warum ist es für uns so wichtig mit anderen Maklern positiv zu netzwerken? Im Laufe des Jahres haben wir uns oft auf anderen Veranstaltungen bewegt, uns dort mit anderen Maklern ausgetauscht und generell überhaupt versucht mit anderen Maklern positiv ins Gespräch zu bekommen, uns über den laufenden Betrieb zu unterhalten und uns gegenseitig Tipps zu geben. Im Folgenden versuche ich einmal darzulegen, warum dies so wichtig für uns ist und warum es vielleicht wichtig auch für andere Makler sein könnte positiv mit anderen Kollegen zu „netzwerken“.

Grund 1: Wir sitzen alle im selben Boot. 
Man darf nie vergessen, dass unsere anderen Kollegen im Markt im selben Boot wie wir sitzen. Die wirtschaftlichen Umstände und Gegebenheiten sind für uns dieselben, die politischen Veränderungen treffen uns alle gleich und die betrieblichen Erfahrungen sind sehr ähnlich. Es gibt keine bessere Gruppe an Personen mit denen man sich über die wirklich wichtigen betriebswirtschaftlichen Aspekte austauschen kann als mit den anderen Kollegen. Man muss ja nicht alles erzählen und auch nicht das letzte Marketinggeheimnis offenbaren, aber über die Dinge die sowieso offensichtlich sind, kann man sich doch durchaus unterhalten. Grundsätzlich gilt: Alle kochen mit Wasser und die anderen Makler beißen nicht, sondern freuen sich über eine Kontaktaufnahme. Und dadurch können sehr interessante Erkenntnisse entstehen natürlich genauso wie auch das ein oder andere spannende Gemeinschaftsgeschäft.

Grund 2: Ein gutes Maklernetzwerk erzeugt positive Empfehlungen.
Auch wenn der Kollege in Mönchen-Gladbach oder in München und du in Bremen oder Hamburg sitzt, Empfehlungen sind das A&O unserer Branche. Besonders im Anlagegeschäft kann es oft sein, dass ein Kunde sich an einen regionalen Makler wendet, damit dieser einen passenden Makler Vorort aussucht und ggf. auch die Verkaufssteuerung übernimmt. Wenn man bei dem Makler allgemein oder persönlich bekannt ist, kann auf diese Weise das ein oder andere interessante Geschäft entstehen. Maklerempfehlungen sind nicht für Gemeinschaftsgeschäft wichtig, sondern auch für Rankings (z.B. Focus), die zusätzlich auf die Empfehlungen durch andere Makler basieren.

Grund 3: Sich abzuschotten kann zu einem Blindflug führen. 
Oft ist es doch so in unserem Beruf, dass man sich verschließt gegenüber der Konkurrenz, diese zum einen nicht beobachtet und zum anderen sich nicht mit Ihnen austauscht. Dies ist der erste größte Fehler, den ein Makler im Markt machen kann. Es gilt die anderen Makler und deren Arbeit zu schätzen, zu respektieren und natürlich auch zu beobachten. Der Maklerjob ist ein sehr individueller und personenspezifischer Job. Vielleicht einfach auf den Kollegen zu gehen und sagen: „Ich habe das Inserat gerade gelesen und fand es sehr gelungen“, kann der Start von einer guten Geschäftsbeziehung werden. Wichtig ist für uns also, dass wir unsere Kollegen wertschätzen und wenn Sie einen großen Auftrag bekommen und erfolgreich abarbeiten auch dazu gratulieren. Wertschätzen zeigt an dieser Stelle „Größe“.

Grund 4: Gemeinschaftsgeschäfte können nur positives Bringen
Obwohl das Thema Gemeinschaftsgeschäfte und wie man diese erfolgreich gestalten kann sicherlich ein separates Thema Wert wäre (gerne, dann im Teil #5 unserer Reihe), soll hier kurz die Bedeutung und Zukunft von Gemeinschaftsgeschäften umrissen werden. Zurzeit leben wir in einem Verkäufermarkt und das Interessentenmanagement ist weniger wichtig geworden. Trotzdem gibt es in jedem normalen Immobilienportfolio immer noch Objekte, die schwierig zu verkaufen sind, entweder aufgrund der speziellen Eigenschaften der Immobilie (zu klein, schlecht gelegen oder renovierungsbedürftig) oder wegen der zu hohen Preisvorstellung des Verkäufers. In solchen Fällen lohnt sich das Einschalten eines Maklernetzwerks zur Unterstützung des Verkaufs sicherlich. Dies gilt oft insbesondere für off-market Objekte im Gewerbebereich, kann aber auch im Wohngeschäft durchaus vorkommen. Meine Empfehlung ist an dieser Stelle, dass man sein eigenes Verkaufsportfolio dahingehend klassifiziert dieses in schwierige und einfach zu verkaufende Immobilien unterteilt und dann die schwierig zu verkaufende Immobilien konsequent zur Mitarbeit anbietet. Dies macht nicht nur einen positiven Eindruck bei den Kollegen, sondern auch bei den Verkäufern, die sehen dass man sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln in den Verkauf begibt.

Grund 5: Es macht Spaß
Schlicht und einfach, Spaß haben ist sicherlich der Hauptgrund, warum wir makeln und es macht einen Riesenspaß mit Kollegen zu netzwerken und sich auszutauschen. Man merkt, dass unser Beruf durchaus vielschichtig und einzigartig ist und dass andere interessante und spannende Persönlichkeiten sich in diesem Beruf bewegen. Makler sind immer extrovertierte und oft auch lustige Menschen mit denen man sich toll unterhalten kann. Im Zweifel ein Gemeinschaftsgeschäft zu machen kann durchaus auch mehr Spaß bringen als das Geschäft alleine abgewickelt zu haben. Zum einen kann man sich die Betreuung der Kunden aufteilen (Eigentümer und Interessenten) und zum anderen die Erfolge und Misserfolge gemeinsam verarbeiten. Neben dem finanziellen Erfolg ist der Spaß durchaus der wichtigere Faktor im Beruf wenn man der Wissenschaft glauben mag. Und durch Spaß haben kommt Erfolg.

Wenn ihr gerne ein Gemeinschaftsgeschäft machen möchtet, meldet euch gerne bei mir unter marcel.hofeditz@moellerherm-immobilien.de oder meiner persönlichen Handynummer 015150467537. Wenn Ihr Interesse habt für uns zu makeln, dann könnt Ihr Euch auch gerne bei mir melden.

Vorsicht vor dem Knipser! Warum Nachweismakler Ihrem Immobilienverkauf schaden…

Schnell mal einen Privatverkäufer zu einem ersten unverbindlichen Ortstermin überreden mit dem Vorwand Interessenten zu haben. Dann beim Ersttermin ein bischen small talk und die Frage, ob man ein paar Fotos von der Immobilie mit dem Handy machen kann. Dann noch kurz ein paar mündliche Informationen vom Eigentümer abgegriffen und mit der Privatannonce des Privatverkäufers im Internet ergänzt und die nötigsten Objektfakten dazu, egal ob sie stimmen oder nicht. Ruck zuck ist ein Exposé fertig, das man online inserieren kann.

Leider „arbeiten“ immer noch einige Makler auf diese Weise und stellen auch ohne Zustimmung oder jeglichen Auftrag und ohne Kenntnis des Eigentümers deren Immobilienangebote online. Die qualitativ schlechten Fotos gepaart mit teilweise unrichtigen Objektfakten stehen dann am nächsten Tag offen im Netz, manchmal auch noch direkt unter dem Angebot des Privatverkäufers. Die Chance für einen guten ersten Eindruck, den die Immobilie im Netz in den Ergebnislisten vermitteln soll und den man möglichst ausnutzen will, um möglichst viele Interessenten für die Immobilie zu begeistern und auch entscheidend für einen preistreuen Verkauf ist, ist damit dahin.

In der Fachsprache nennt man das „Nachweis-Makeln“. Der Nachteil ist, dass die Immobilie auf diese Weise unkontrolliert am Markt „verbrannt“ wird. Und ganz ehrlich: Was bringt es, wenn die selbe Immobilie mehrere Male von unterschiedlichen Maklern noch mal neben dem Privatinserat steht? Im Zweifel lenken die amateurhaften Zweit-Insertionen die Interessenten eher ab von dem eigenen Privatinserat, sodass die Anfrage nachher bei einem der Nachweis-Makler eingeht und nicht bei der Eigentümer-Anzeige – eher ein Nachteil als ein Vorteil für den privaten Immobilienverkäufer, der doch eigentlich selber den Verkauf der eigenen Immobilie versuchen möchte.

Was unterscheidet einen guten Makler? Gute Makler dagegen bieten Ihnen höchstens an, nur die Bestandskunden anzuschreiben – stellen das Angebot aber nicht sofort ins Netz bzw. auf alle großen Portale. Hier geht es eher darum den Bestandskunden in der Kartei einen Service zu bieten und in deren Postfach mal wieder präsent zu sein.

Oft schämen wir uns für das unprofessionelle Vorgehen von unqualifizierten Nachweis-Maklern , die unsere ganze Zunft in Misskredit bringen und dem Image des Berufsstandes nicht förderlich sind. Leider sind es in letzter Zeit nicht nur kleine nebenberufliche Newcomer, die so vorgehen, sondern auch z.T. internetbasierte Neugründungen, die zwar das Internet bedienen können, aber kaum Orts- oder Sachkenntnis besitzen.

Wenn Sie einen Makler beauftragen, achten Sie kompromisslos auf Qualität, denn es geht um sehr viel und insbesondere Ihr Geld. Ein professioneller Immobilienmakler bietet Ihnen:

  • Eine qualifizierte Marktwerteinschätzung mit Erfahrungen von vergleichbaren Objekten aus Ihrem direkten Wohnumfeld.
  • Ein Exposé mit professionellen Fotos vom Fotografen. Am besten sogar mit Hochbildern & einem 360°-Rundgang.
  • Besichtigungen nur mit echten geprüften Kaufinteressenten.
  • Führung der Kaufpreisverhandlungen, um den besten Preis für Sie zu erzielen.

Es geht beim Immobilienverkauf immer um sehr hohe und nicht alltägliche Summen. Da sollte man ein ein gutes Bauchgefühl und großes Vertrauen zu seinem persönlichen Immobilienberater haben.

Warum Sie vor der Hausbesichtigung eine Widerrufsbelehrung vom Makler erhalten…

Auf den ersten Blick ist die Widerrufsbelehrung, die Makler versenden, bevor das Exposé heruntergeladen werden kann, ein „Bürokratiemonster“ des Gesetzgebers, das in der Tat nicht sofort zu verstehen ist. Makler unterliegen seit Juni 2014 dem Fernabsatzgesetz: salopp gesagt geht es um „Haustürgeschäfte“ im Gegensatz zu Geschäften, die in den Geschäftsräumen des Anbieters gemacht werden – z.B. im Büro des Maklers, das persönlich aufgesucht wird. Das heißt, dass Makler ein Exposé nur prompt und sofort versenden können, wenn die Kunden auf Ihr 14-tägiges Widerrufsrecht verzichten, ansonsten muss der Makler 14 Tage mit dem Versand warten, bis die Widerrufsmöglichkeit erloschen ist. Dies dient uns zur Sicherung der Provision, falls es zu einem notariellen Kaufvertrag kommen sollte.

Falls der Makler nicht über die Widerrufsmöglichkeit belehrt, kann der Kunde sich später darauf beziehen und die gesamte Provision zurückfordern, weil er nicht auf seine Widerrufsmöglichkeit hingewiesen wurde. Auf den ersten Blick ist das juristische Haarspalterei, aber uns ist das leider schon einmal konkret mit einem Kunden passiert. Wenn Sie sich bei uns melden und ein Exposé anfordern oder eine Besichtigung möchten, gehen Sie rein rechtlich gesehen einen Maklervertrag mit uns ein, aus dem natürlich keine Zahlungsverpflichtung uns gegenüber entsteht, wenn Sie keine Immobilie kaufen. Kosten entstehen erst, wenn es zur notariellen Beurkundung beim Notar kommt.

5 Tipps zum erfolgreichen Vorgehen, wenn Kaufinteressenten sich überbieten

Immobilien sind fast immer Unikate von denen es keine Kopien gibt. Deshalb können Sie auch zum gleichen Zeitpunkt nur ein einziges Mal verkauft werden. Bei besonders begehrten Objekte, die sich durch einzigartige Lagen oder eine klassische Nutzung für Familien auszeichnen, kommt es öfters vor, dass mehrere Interssenten dieses Objekt gerne kaufen würden. „Evergreens“ kann man diese Objekte bezeichnen oder „Allrounder“. Vielleicht besitzen Sie ja so ein Objekt? Dazu zählen Mehrfamilienhäuser in besonderen Lagen, genauso wie Einfamilienhäuser oder Reihenhäuser und Wohnungen. Es sind oft nicht die absoluten Top-Lagen, dort wo sowieso der Markt recht klein ist, sondern eher das mittlere Segment, also Einfamilienhäuser bis 500.000€ in klassischen stadtnahen Lagen, beliebten Straßen mit sehr guter Infrastruktur. Es wird dann öfters mehr bezahlt als der Angebotspreis, also der realistische Marktpreis mit dem wir (immer) versuchen in den Markt zu gehen.

Neulich war das wieder so. Es gab 3 Interessenten für ein Einfamilienhaus, die alle wild entschlossen waren, das Objekt zu kaufen und sich gegenseitig überboten haben. Was sollen wir als Makler tun? Was sollten Sie als Käufer tun und was sollten Sie als Verkäufer tun?

Zunächst ist es wichtig, dass alle Ruhe bewahren. Eine größtmöglichste Transparenz ist der Schlüssel für den richtigen Umgang mit den Bietenden, genauso wie das richtige Takt-Gefühl…

Tipp 1: Prüfen der Finanzierung aller Bietenden

Also, wenn ein Bietender keine Finanzierungszusage seiner Bank hat oder eine Bankbestätigung vorlegt, dass entsprechendes Eigenkapital vorhanden ist, dann braucht man das Gebot zunächst auch gar nicht berücksichtigen.

Tipp 2: Kaufkriterien des Verkäufers abfragen

Es ist wichtig zu wissen, was dem Verkäufer eigentlich wichtig ist. Vielleicht ist ihm der Übergabezeitpunkt oder dass eine Familie kauft, wichtiger als der Preis.

Tipp 3: Ich gehe immer auf den Erst-Bietenden zurück

Der Fairnesshalber sollte der Erst-Bietende immer die Chance haben das Gebot zu erhöhen.

Tipp 4: Das Gespräch vor dem Brief

Wenn möglich immer telefonisch die Gespräche führen. Es bringt nichts aufgrund einer falsch verstandenen Email, Unruhe zu erzeugen.

Tipp 5: In der Kürze liegt die Würze. 

Das Ganze sollte sich auch nicht zu lang strecken. Lieber die Gebote in 1-2 Tagen sammeln als über mehrere Tage.

Zurück zu unserer Geschichte: In letzter Konsequenz hat dann der Eigentümer sich für ein Gebot entschieden und es blieben zwei unglückliche Bieter auf der Strecke. Das erzeugt natürlich Unzufriedenheit, nicht nur bei den Käufern, sondern auch bei uns als Makler. Es gibt kein unschöneres Telefonat als ein Haus abzusagen.

Wir sprechen dann immer intensiv mit den Kunden, um deren Vertrauen zu behalten und versprechen, wenn ein ähnliches Objekt hereinkommt, die leer ausgegangenen Kaufinteressenten vorrangig vor Veröffentlichung des Angebotes anzusprechen. Nicht nur in dem geschilderten Fall, sondern auch in anderen Fällen konnten wir alleine dieses Jahr ein vergleichbares Objekt dem Interessenten anbieten, welches dann genau passte. Beim Notar gab es dann wieder glückliche Gesichter und ein Sektchen auf das neue Zuhause.