Beiträge

6 Verkaufsgründe von Privat-Immobilien – Was ist individuell zu beachten?

Der Verkauf einer privat genutzten Immobilie hat nahezu immer mit persönlichen Veränderungen der Lebenssituation zu tun. Veränderungen bringen im Vorfeld gefühlte Unsicherheiten aber in Wirklichkeit auch neue Chancen und viel neue Lebensfreude mit sich. Kaufentscheidungen beruhen neben rationalen Kriterien meist auf gutem „Bauchgefühl“. Das wollen wir bei Kaufinteressenten wecken und müssen als Basis die Verkaufsgründe der bisherigen Eigentümer kennen. 

1 Die Immobilie ist zu groß geworden

Der Klassiker – Die Kinder sind aus dem Haus und deren Zimmer stehen leer. Alles ist zu groß geworden. Der große Garten macht mehr Mühe als Freude. Aber am Haus hängen viele schöne Erinnerungen. Genau jetzt ist der Zeitpunkt gekommen nochmal ein neues Leben anzufangen und sich zu verkleinern. Ballast abwerfen und sich nochmal auf einen Neuanfang freuen ist angesagt. „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“. Sie sind emotional stark mit Ihrem bisherigen Zuhause verbunden. Achten Sie bei einem anstehenden Verkauf darauf, dass Sie einen Profi einschalten, da Sie emotional noch zu stark an Ihrem geliebten Haus hängen. Der Makler kann Sie bei dem Entscheidungsprozess unterstützen.

2 Familienplanung steht an – Raus aus der Wohnung und rein ins Eigenheim

Junge Paare mit Kinderwunsch und Immobilienbesitztrennen sich leichter von der ersten Wohnung, wenn sie zu klein wird. Wohnungen sind zurzeit sehr begehrt bei jungen Leuten, die von Zuhause ausziehen und die ersten Schritte der Eigenständigkeit austesten und erleben wollen. Vielleicht passt die Wohnung ja auch für einen älteren Käufer, der sich verkleinern will ganz genau. Voraussetzung ist hier meist Ebenerdigkeit oder Fahrstuhl.  Aktuell ist Verkäufermarkt – unser Tipp: sprechen Sie einen Makler an, dass Sie ein Haus suchen und eine Wohnung zu veräußern haben, ggf. finden Sie so bei dem Makler das passende Haus, da dieser natürlich auch sehr gerne Ihre Wohnung veräußern würde. So erhalten Sie ggf. eine Immobilie an die Sie sonst nur sehr schwer rankommen würden.

3 Immobilie geerbt – Kasse machen

Erbengemeinschaften die sich zum Verkauf entschließen müssen sich einig sein, was sie wollen und wie mit der Erb-Immobilie verfahren werden soll. Als unabhängige Makler bringen wir alle an einen Tisch und alle Interessen unter einen Hut. Als neutrale Vermittler können wir auch zerstrittene Familienmitglieder wieder zusammenführen und den bestmöglichen Preis für alle herausholen.

4 Wir trennen uns 

Das dürfen Kaufinteressenten nicht merken. Ein gutes Bauchgefühl ist für die Entscheidung zum Kauf einer neuen Immobilie der entscheidende Faktor. Die ersten Sekunden einer Besichtigung sind entscheidend. Wenn offensichtlich in den Örtlichkeiten gestritten wurde, liegt ein schlechtes Omen in der Luft, das Kaufinteressenten nicht spüren dürfen. Ein neutraler Makler, der zwischen beiden „Trennungswilligen“ vermittelt ist oft Gold wert und erzielt bessere Verkaufs-Preise zur Zufriedenheit von beiden.

5 Ein neuer Job in einer neuen Stadt steht an

Ein Immobilienverkauf dauert heute durchschnittlich 3 bis 6 Monate. Also ist es wichtig frühzeitig mit dem Verkauf anzufangen, damit alles synchron läuft. In Zeiten der Neuorientierung haben Sie meist nicht die Zeit und den Kopf sich auch noch um den Verkauf der Immobilie zu kümmern. Professionelle Maklerhilfe ist auch hier willkommen. 

6 Die Bank macht Druck

Wenn die Töpfe leer sind, entsteht oft Stress und Panik. Ruhe bewahren ist jetzt die erste Ansage, denn ein Verkauf am freien Markt ist meist besser als sich auf die Daumenschrauben von Banken einzulassen, die Ihr Eigentum nur schnellstmöglich verwerten wollen, ohne Rücksicht auf mögliche bessere Verkaufserlöse. Banken- und Bausparkassen Makler sind jetzt eine denkbar schlechte Alternative. Hier stehen andere Interessen im Vordergrund, die sich nicht mit den Ihren decken. Auch diese Situation spricht für einen unabhängigen Makler, der in Ihrem Sinne handelt.  

Darüber hinaus gibt es noch viele, viele individuelle Gründe, warum Immobilien verkauft werden, z.B. Spekulation oder die aktuellen hohen Preise. Bei uns erhalten Sie in jedem dieser Fälle immer eine kostenlose und unverbindliche Marktwerteinschätzung Ihrer Immobilie unter: www.unser-immobilienwert.de

Wir freuen uns auf Sie!

Viele Köche verderben den Brei

10 alte Redewendungen – Auch heute noch für Immobilienbesitzer aktuell

1. Viele Köche verderben den Brei

Wenn mehrere drittklassige Köche zusammen ein schmackhaftes Gericht zubereiten sollen, entsteht daraus in den meisten Fällen kein Festmahl.
Ähnlich ist es, wenn Immobilienverkäufer mehrere Makler gleichzeitig beschäftigen und das Objekt mehrmals im Netz angeboten wird, womöglich noch mit unterschiedlichen Preisen oder Objektangaben. Das verunsichert Kaufinteressenten. Besser ist es, sich auf einen einzigen „Sternekoch“ im Maklergeschäft zu verlassen, der ein „Gourmetangebot“ zaubert, nach dem sich alle Interessenten die Finger lecken.

2. Alle Register ziehen

Diese Redewendung stammt nicht aus der Bürokratie sondern aus der Welt der Musik. Je mehr Register ein Organist zieht, desto voluminöser wird der Klang.

Das gilt auch bei der Vermarktung von Immobilien Wir setzen alle passenden Instrumente ein (online und offline), die zum schnellen und zufriedenstellenden Verkaufsergebnis führen.

3. Auf einen grünen Zweig kommen

Verkäufer von Häusern und Grundstücken übergaben früher einen immergrünen Zweig, z.B. aus Buchsbaum, an die neuen Bewohner, damit gute Geister mit in das neue Haus einziehen konnten. Wer sich kein Haus leisten konnte, kam nie auf einen grünen Zweig.

Betongold war also immer schon ein begehrter Vermögensbestandteil. Damals wie heute war und ist es erstrebenswert krisensicheren Immobilienbesitz zu haben.

4. Den Bock zum Gärtner machen

Wer einen ungeeigneten „Ziegenbock“ für Gartenarbeiten einsetzt, läuft Gefahr, dass der alles zertrampelt und auch noch die Wurzeln der Pflanzen aus der Erde reißt.

Das gilt im übertragenen Sinne auch für die Maklerwahl. Um die Aussicht zu wahren, den bestmöglichen Preis zu erzielen, sollten Sie einen Fachmann mit fundierter Erfahrung und guten Referenzen wählen.

5. Jemandem Honig ums Maul schmieren

Diese Redewendung stammt aus der Zirkuswelt. Früher wurde bei der Bären-Dressur den Tieren als Belohnung Honig ums Maul geschmiert, um sie gefügig zu machen.

Im Immobiliengeschäft machen das einige Maklerkollegen heute noch ähnlich, wenn sie unrealistische Mondpreise versprechen, mit denen sich Verkaufswillige nur zu gerne an der Nase herumführen lassen. Diese Makler machen das nur, um erst mal den Auftrag zu bekommen. Später kommt dann die Ernüchterung, wenn doch kein „Dummer aufsteht“, der den überhöhten Preis bezahlen möchte.

6. Schuster bleib bei deinen Leisten

Ein Leisten ist das Modell eines Fußes und damit eine Modellvorlage für Schuhe, mit der die handwerklichen Schuster das Leder in die gewünschte Form brachten. Damit kannten sich diese Handwerker bestens aus. Von allen fremden Gewerken, von denen Sie keine Kenntnisse besaßen, ließen sie die Finger.

Auch das qualifizierte Maklergeschäft erfordert  vielfältige Fachkenntnisse, von denen Quereinsteiger oder Laien besser die Finger lassen sollten, damit nachher der Schuh nicht drückt.

7. Sich auftakeln

Die Redensart kommt aus der Seemannssprache des 18. Jahrhunderts. Vor dem Auslaufen der Segelschiffe wurde die gesamte Ausrüstung gecheckt und alles auf Vollständigkeit grprüft.

Bevor wir als Makler ein neues Immobilienangebot an den Markt bringen, takeln wir es ebenfalls auf. Wir besorgen und sichten vorher dem Start der Vermarktung alle baurechtlichen und amtlichen Unterlagen. Dann wird „die Braut hübsch gemacht“. Home Staging, tolle Profi Fotos, Drohnenflug, 360 Grad Rundgänge, Postproduction …und dann  ab auf den Laufsteg mit einem 24-seitigen Magazin-Exposé für die Online Portale und den Print-Versand.

8. Etwas auf der hohen Kante haben

Früher hatten heiratsfähige junge Damen Holztruhen, in denen die Aussteuer für eine spätere Hochzeit gesammelt wurde (Bettwäsche, Handtücher, Tischwäsche etc.) Oben rechts unter dem Deckel befand sich ein Geheimfach mit Klappdeckel, in dem das ersparte Geld für die Mitgift aufbewahrt wurde.

Heute ist eher die sichere Verwahrung von Kapital für das Alter das Thema und wie man am besten sein Geld nach einem erfolgreichen Immobilienverkauf anlegt, getreu dem Werbespruch:  „ Damit Sie  auch morgen noch herzhaft zubeißen können“. Eine Möglichkeit ist „Entsparen“, Geld ausgeben und etwas vom Leben genießen.  Überlegen Sie mal, ob es wirklich sinnvoll ist, nach dem Verkauf des eigenen Hauses eine Eigentumswohnung zu kaufen oder ob es nicht besser ist, in eine Mietwohnung umzuziehen und den Rest des Kapitals zu verleben. Vorsicht ist im Alter in jedem Fall vor windigen Anlagemöglichkeiten mit hohen Renditeversprechen geboten. Sichern Sie was Sie haben und leben Sie hier und jetzt. Ob Ihre Erben Ihnen Ihre Sparsamkeit danken ist ungewiss und der reichste Mann oder die reichste Frau auf dem Friedhof wollen Sie ja auch nicht werden.

9. Torschlusspanik

Im Mittelalter wurden nach Anbruch der Dunkelheit die Stadttore geschlossen. Alle, die bis dahin nicht in die schützenden Stadtmauern zurückkehrten,  waren den Gefahren von „Außen“ in Form von  Räubern, Kälte und wilden Tieren ausgesetzt. Die Angst, den richtigen Zeitpunkt zu verpassen gibt es auch noch heute und steckt tief in uns.

Immobilien sollte man zum richtigen Zeitpunkt kaufen und auch wieder verkaufen. Junge Familien mit Kindern kaufen große Häuser mit Garten. „Best Ager“, also angehende Großeltern mit viel zu viel Platz und zu großem Garten sollten ihr Haus besser verkaufen und Platz machen für die nächste Generation. Verpassen Sie den Zeitpunkt nicht bis die Tore schließen. Verkaufen Sie jetzt und wechseln Sie in ein neues Zuhause, das in Ihre aktuelle Lebenssituation passt. Ein Umzug bringt völlig neue Glücksgefühle. „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben…“

10. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst

Die Bauern mussten sich im Mittelalter an den Mühlen anstellen, um ihr Getreide gemahlen zu bekommen. Wer zuerst da war, hat sein Mehl als erster zurückbekommen.

Auch heute noch ist es bei uns als Familien-Makler üblich, dass derjenige Interessent, der als erster seine Kaufabsicht erklärt hat und dessen Finanzierung geregelt ist, in unserer Empfehlung dem Auftraggeber gegenüber Vorrang vor den nachfolgenden Interessenten hat. Letztendlich treffen wir als Makler keine Entscheidung darüber, an wen verkauft oder vermietet wird. Das ist immer Sache des Verkäufers oder Vermieters.

Was brauchen erfolgreiche Immobilienmakler? 10 Tipps vom Profi…

Immobilienmakler sein und reich werden, das ist der Traum von Vielen, aber die Wahrheit ist oft eine Andere. Es braucht definitiv andere Fertigkeiten im Immobilienvertrieb als es sich Viele vorstellen. Ein guter Immobilienmakler muss unterschiedliche Fähigkeiten mitbringen. Insbesondere fällt es vielen schwer empathisch und gleichzeitig fokussiert zu sein. Zu verkniffen an die Aufgaben heranzugehen ist gar nicht gut und Gefühle allein bringen auch kein Geschäft. Hier die 10 Tipps wie Sie als Makler erfolgreich sind:

1 Fleiß schlägt Talent

Peter Schürrer sagte mal in einem hervorragenden Vortrag, dass es vier Dinge gibt die ein Makler braucht: Fleiß, Fleiß, Fleiß und Talent. Es steht also 3:1 für Fleiß, ein eindeutiges Ergebnis. Es wird oft unterschätzt welcher Aufwand hinter dem Aufbau einer persönlichen vertrauensvollen Beziehung mit einem Verkäufer steckt. Dabei ist es auch wichtig genau zu sein.

2 Empathie ist die Kunst des Makelns

Vielleicht sind Frauen ja die besseren Makler, wer weiß? Bestimmt fällt es uns Männern schwerer sich in die Gefühle des Gegenübers hineinzuversetzen. Beim Makeln ist dies ein eminent wichtiger Teil und wird oft nicht hoch genug geschätzt. Der Verkauf ist einer der emotionalsten Situation eines Menschen. Da braucht es jemand mit Taktgefühl an der Seite.

3 Die Makler-Welt wird digital

Die Anwendung letzter Technologien ist entscheidend. Neben der Fototechnik ist auch die CRM-Software Schlüssel zum Erfolg. Wir haben z.B. unser CRM System individuell auf unsere Prozessabläufe im Unternehmen angepasst. Onoffice ist dafür eine sehr empfehlenswerte Software-Lösung.

4 Fokussierung auf die wichtigen Dinge

Auf und Abs sind normal. Es wird auch Phasen geben, wo man nicht so erfolgreich ist. Dabei ist es wichtig die richtigen Kennzahlen im Auge zu behalten. D.h. man sollte nicht nur auf die harten Kennzahlen schauen, sondern den Erfolg auch auf Basis der weichen Kennzahlen beobachten. Ein Kennzahlen-System hilft dabei einen guten Überblick zu behalten.

5 Ich muss mich neu erfinden, jeden Tag.

Die DNA des Maklers ist davon geprägt, sich jeden Tag aufs Neue vorzubereiten, nämlich auf eine Überraschung. Dies ist auch gut so. Wenn Sie diesen Teil bestehen, dann bestehen Sie auch den Rest: Morgens aufstehen, sich aufzurappeln und auf neue Kunden zuzugehen, das ist die DNA, die jeder Makler haben sollte. Haben Sie den Drive?

6 Makeln ist Teamwork

Der Beruf ist aufgegliedert in unterschiedlichste Bereiche mit den verschiedensten Anforderungen. Der Makler sollte sich auf den Vertrieb konzentrieren. Und auch da sind weitere Kollegen wichtig zum gemeinsamen Austausch. Dies erhöht die Lernkurve und macht Sie noch erfolgreicher.

7 Präsentation ist alles

Ob Immobilienvideos auf dem YouTube-Kanal, animierte Magazin-Exposés oder virtuelle Rundgänge, die Objekt-Präsentation ist wichtig. Beim Termin Vorort geht es darum den Kunden im direkten Wettbewerb mit den Kollegen auch emotional mit einem hervorragenden Produkt zu begeistern.

8 Teil einer starken Marke sein

Im Maklergeschäft brauchen Sie eine starke Marke die sich einprägt und unverwechselbar ist. Sie sind bekannt, gut bewertet, in den wichtigsten Portalen, verfügt über eine hohe Weiterempfehlungsrate, dann sind Sie auf dem richtigen Weg.

9 Soziale Medien, SEO & Adwords statt Zeitung

Warum lesen Sie diesen Artikel und wo lesen Sie ihn? Wahrscheinlich wegen einer oder mehrerer der ersten drei Schlagworte dieser Überschrift. Zeitung ist out, und das gilt auch für Makler.

10 Vorbereitet auf das Bestellerprinzip sein

Leider muss es der Aktualität halber erwähnt sein. Das Bestellerprinzip wird wohl kommen, es ist nur die Frage wann und wie. Makeln mit Innenprovision wird dann verpflichtend werden. Das Produkt wird stärker in den Vordergrund geraten. Ist ihr Service gut genug?

Wir als Möllerherm Immobilien suchen ab sofort Makler mit Berufserfahrung oder einem eigenen laufenden Betrieb zur Erweiterung neuer oder bestehender Verkaufsgebiete in Norddeutschland. Sie sind technikaffin, empathisch und leistungsorientiert. Wir bieten Ihnen den strukturierten Aufbau Ihres Verkaufsgebiets, eine einzigartige familiäre Atmosphäre und das Gefühl bei jedem Schritt beim Makeln genau das Richtige zu tun. Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir eine WhatsApp unter 015150467537. Ich freue mich auf Ihre Nachricht. Lesen Sie auch gerne mehr darüber in unserem Blog Artikel: „Wen suchen wir? Wieviel zahlen wir? Warum stehen wir morgens auf…“

Ja zur Ausbildung! Warum wir Makler unsere Berufsgruppe schützen wollen…

Im März 2008, also vor über 9 Jahren kam ein junges selbstbewußtes Mädel namens Anika auf unseren ersten Stand auf der Immomeile der Lübecker Nachrichten mit dem festen Entschluß in der Immobilienbranche eine Ausbildung zu machen. Sie erzälte uns, dass Sie im Juni ihr Abitur fertig habe und danach gerne Immobilienkauffrau werden möchte. Wir hatten seinerzeit noch keine Erfahrungen in Sachen Ausbildung von Nachwuchskräften aber nach kurzer Überlegung wurde uns schnell klar, dass die Ausbildung von qualifizierten Nachwuchskräften eine große Chance für unser Unternehmen bedeuten könnte.
Damals wie heute ist der Beruf des Immobilienmaklers keine geschützte Berufsbezeichung, denn jeder kann sich bei seiner Gemeinde einen Maklerschein nach §34c kaufen und sich fortan Immobilienmakler nennen. Dass es nach wie vor derartig lasche Zugangsvoraussetzungen gibt und sich quasi jeder Zugang zum Maklergeschäft kaufen kann, hat nicht wirklich zum Vertrauen in die Qualifikation unserer Berufsgruppe beigetragen. Daher muss die Branche selber etwas unternehmen.

Der Immobilienverband Deutschland ivd, dem ca. 6000 der über 40.000 in Deutschland aktiven Maklerunternehmen angehören, fordert deswegen seit vielen Jahrzehnten einen Fach- und Sachkundenachweis für Makler einzuführen. Das hat die Politik aber bisher leider immer abgeleht. Um dem ivd angehören zu können, müssen Makler, Sachverständige und Verwalter von Immobilien vor der Aufnahme in den Verband eine Sachkunde – Prüfung ablegen. Das sorgt für eine Mindest-Qualität der angebotenen Dienstelstungen.

Zurück zu Anika. Sie hat ihre Ausbildung zur Immobilienkauffrau mit Auszeichung abgeschlossen und inzwischen haben wir jedes Jahr einen neuen bzw. eine neue Auszubildende eingestellt und zur Immobilienkauffrau bzw. Immobilienkaufmann ausgebildet und jede/n nach seiner Ausbildung in die Festanstellung übernommen. Aktuell haben wir eine junge Frau im 3. Lehrjahr und einen jungen Mann im 2. Lehrjahr. Im August kommt dann Antonia, die gerade mit ihrem Abitur fertig ist und beginnt dann ihre Ausbildung bei uns.

Junge und gut ausgebildete Mitarbeiter wachsen nicht auf Bäumen. Wir müssen sie selber ausbilden und entwickeln. Unsere Branche braucht Talente, die die Immobilie des Menschen erfolgreich vermarkten können. Hier geht es um die Generierung der Werte, in die Menschen ihr Leben lang investiert haben. Da müssen wir an uns die Maßstäbe höher setzen. Genauso sollte dies die Politik machen. Es soll nicht jeder makeln dürfen, denn es bedarf unserer Meinung nach einer nachgewiesenen Qualifikation an Seriösität und Vertrauen.

5 Gründe warum positives Netzwerken mit anderen Maklern so wichtig ist…

Unser Blog maklererfahrung.de feiert jetzt schon sein 1-jähriges Jubiläum und wir freuen uns über die sehr positive Resonanz. Ihr wollt gerne einmal hinter die Kulissen eines Maklers schauen? Dann seid ihr hier genau richtig…

Eine Frage, die uns oft gestellt wird von Kollegen und auch von unseren Kunden: Warum ist es für uns so wichtig mit anderen Maklern positiv zu netzwerken? Im Laufe des Jahres haben wir uns oft auf anderen Veranstaltungen bewegt, uns dort mit anderen Maklern ausgetauscht und generell überhaupt versucht mit anderen Maklern positiv ins Gespräch zu bekommen, uns über den laufenden Betrieb zu unterhalten und uns gegenseitig Tipps zu geben. Im Folgenden versuche ich einmal darzulegen, warum dies so wichtig für uns ist und warum es vielleicht wichtig auch für andere Makler sein könnte positiv mit anderen Kollegen zu „netzwerken“.

Grund 1: Wir sitzen alle im selben Boot. 
Man darf nie vergessen, dass unsere anderen Kollegen im Markt im selben Boot wie wir sitzen. Die wirtschaftlichen Umstände und Gegebenheiten sind für uns dieselben, die politischen Veränderungen treffen uns alle gleich und die betrieblichen Erfahrungen sind sehr ähnlich. Es gibt keine bessere Gruppe an Personen mit denen man sich über die wirklich wichtigen betriebswirtschaftlichen Aspekte austauschen kann als mit den anderen Kollegen. Man muss ja nicht alles erzählen und auch nicht das letzte Marketinggeheimnis offenbaren, aber über die Dinge die sowieso offensichtlich sind, kann man sich doch durchaus unterhalten. Grundsätzlich gilt: Alle kochen mit Wasser und die anderen Makler beißen nicht, sondern freuen sich über eine Kontaktaufnahme. Und dadurch können sehr interessante Erkenntnisse entstehen natürlich genauso wie auch das ein oder andere spannende Gemeinschaftsgeschäft.

Grund 2: Ein gutes Maklernetzwerk erzeugt positive Empfehlungen.
Auch wenn der Kollege in Mönchen-Gladbach oder in München und du in Bremen oder Hamburg sitzt, Empfehlungen sind das A&O unserer Branche. Besonders im Anlagegeschäft kann es oft sein, dass ein Kunde sich an einen regionalen Makler wendet, damit dieser einen passenden Makler Vorort aussucht und ggf. auch die Verkaufssteuerung übernimmt. Wenn man bei dem Makler allgemein oder persönlich bekannt ist, kann auf diese Weise das ein oder andere interessante Geschäft entstehen. Maklerempfehlungen sind nicht für Gemeinschaftsgeschäft wichtig, sondern auch für Rankings (z.B. Focus), die zusätzlich auf die Empfehlungen durch andere Makler basieren.

Grund 3: Sich abzuschotten kann zu einem Blindflug führen. 
Oft ist es doch so in unserem Beruf, dass man sich verschließt gegenüber der Konkurrenz, diese zum einen nicht beobachtet und zum anderen sich nicht mit Ihnen austauscht. Dies ist der erste größte Fehler, den ein Makler im Markt machen kann. Es gilt die anderen Makler und deren Arbeit zu schätzen, zu respektieren und natürlich auch zu beobachten. Der Maklerjob ist ein sehr individueller und personenspezifischer Job. Vielleicht einfach auf den Kollegen zu gehen und sagen: „Ich habe das Inserat gerade gelesen und fand es sehr gelungen“, kann der Start von einer guten Geschäftsbeziehung werden. Wichtig ist für uns also, dass wir unsere Kollegen wertschätzen und wenn Sie einen großen Auftrag bekommen und erfolgreich abarbeiten auch dazu gratulieren. Wertschätzen zeigt an dieser Stelle „Größe“.

Grund 4: Gemeinschaftsgeschäfte können nur positives Bringen
Obwohl das Thema Gemeinschaftsgeschäfte und wie man diese erfolgreich gestalten kann sicherlich ein separates Thema Wert wäre (gerne, dann im Teil #5 unserer Reihe), soll hier kurz die Bedeutung und Zukunft von Gemeinschaftsgeschäften umrissen werden. Zurzeit leben wir in einem Verkäufermarkt und das Interessentenmanagement ist weniger wichtig geworden. Trotzdem gibt es in jedem normalen Immobilienportfolio immer noch Objekte, die schwierig zu verkaufen sind, entweder aufgrund der speziellen Eigenschaften der Immobilie (zu klein, schlecht gelegen oder renovierungsbedürftig) oder wegen der zu hohen Preisvorstellung des Verkäufers. In solchen Fällen lohnt sich das Einschalten eines Maklernetzwerks zur Unterstützung des Verkaufs sicherlich. Dies gilt oft insbesondere für off-market Objekte im Gewerbebereich, kann aber auch im Wohngeschäft durchaus vorkommen. Meine Empfehlung ist an dieser Stelle, dass man sein eigenes Verkaufsportfolio dahingehend klassifiziert dieses in schwierige und einfach zu verkaufende Immobilien unterteilt und dann die schwierig zu verkaufende Immobilien konsequent zur Mitarbeit anbietet. Dies macht nicht nur einen positiven Eindruck bei den Kollegen, sondern auch bei den Verkäufern, die sehen dass man sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln in den Verkauf begibt.

Grund 5: Es macht Spaß
Schlicht und einfach, Spaß haben ist sicherlich der Hauptgrund, warum wir makeln und es macht einen Riesenspaß mit Kollegen zu netzwerken und sich auszutauschen. Man merkt, dass unser Beruf durchaus vielschichtig und einzigartig ist und dass andere interessante und spannende Persönlichkeiten sich in diesem Beruf bewegen. Makler sind immer extrovertierte und oft auch lustige Menschen mit denen man sich toll unterhalten kann. Im Zweifel ein Gemeinschaftsgeschäft zu machen kann durchaus auch mehr Spaß bringen als das Geschäft alleine abgewickelt zu haben. Zum einen kann man sich die Betreuung der Kunden aufteilen (Eigentümer und Interessenten) und zum anderen die Erfolge und Misserfolge gemeinsam verarbeiten. Neben dem finanziellen Erfolg ist der Spaß durchaus der wichtigere Faktor im Beruf wenn man der Wissenschaft glauben mag. Und durch Spaß haben kommt Erfolg.

Wenn ihr gerne ein Gemeinschaftsgeschäft machen möchtet, meldet euch gerne bei mir unter marcel.hofeditz@moellerherm-immobilien.de oder meiner persönlichen Handynummer 015150467537. Wenn Ihr Interesse habt für uns zu makeln, dann könnt Ihr Euch auch gerne bei mir melden.

Du bist damals Käfer gefahren und hast zu Abba getanzt? Was du bei deiner Immobilie bedenken solltest, bevor es zu spät ist.

Unser Leben unterliegt einer ständigen Veränderung und mit dieser auch der wohnliche Platzbedarf. Wird mehr Platz benötigt, erfolgt die Einsicht bei den Menschen meistens sehr schnell, dass es  Zeit wird auf die Suche nach einer neuen Wohnung oder einem neuen Haus zu gehen.

Mehr Platzbedarf tritt zum Beispiel ein durch den Wunsch zusammenzuziehen mit der Freundin oder dem Freund, Kinder zu haben oder sein wohl verdientes Geld in mehr Raum zu investieren.

Oft lerne ich auch Interessenten kennen, die ein Haus für „Mehrgenerationenwohnen“ suchen, also die Großeltern langfristig mit einziehen lassen wollen. Diese Suchenden, typischerweise junge Familien oder Pärchen, machen mindestens die Hälfte aller Besichtigungen aus, die Anne, Marcel, meine Kollegen oder ich führen.

Die typischen Schwankungen des Platzbedarfs im Verlauf des Lebens sind in der Grafik unten veranschaulicht:

Platzbedarf Immobilie Leben

Wird die Immobilie in der zweiten Lebenshälfte allerdings zu groß, schaffen viele den „Absprung“ nicht oder warten viel zu lange mit der Entscheidung bzw. treffen gar keine Entscheidung. Das ist fatal! Denn es ist nicht nur der Platzfaktor, der berücksichtigt werden muss. Auch wirtschaftliche und konzeptionelle Faktoren (Barrierefreiheit und Nahversorgung) spielen eine Rolle. Wirtschaftlich gesehen ist der Platzbedarf übrigens gleichzusetzen mit Kosten, da meistens Preis, Nebenkosten etc. direkt von der Anzahl der Quadratmeter abhängen. Unter der Berücksichtigung von Wechselkosten macht es also auch wirtschaflich Sinn die Immobilie an den Platzbedarf anzupassen.

Wir empfehlen unseren Kunden immer, die Entscheidung zur wohnlichen Veränderung zu treffen, solange sie noch frei entscheiden können.

Im schlimmsten Fall wird älteren Menschen bzw. Immobilienbesitzern die Entscheidung zum Verkauf oder zur Veränderung aus gesundheitlichen oder familiären Gründen aufgezwungen und zwar zu einem Zeitpunkt, der eigentlich viel zu spät im Leben liegt.  Dann fällt die Veränderung oft viel schwerer, als hätte man sich schon zu einem „vernünftigen“ Zeitpunkt damit auseinandergesetzt. Aus Kundenerfahrungen weiß ich, dass Auslöser meist unvorhergesehene Entwicklungen sind, wie zum Beispiel ein Unfall, Krankheit, der Tod des Partners oder plötzliche Geldprobleme.

Auf Messen und Veranstaltungen höre ich ständig die Aussage:

„Wir sind jetzt 70 und eigentlich ist das Haus viel zu groß für uns zwei, aber wir sind ja noch top fit. Irgendwann in den nächsten Jahren steht der Verkauf des Hauses mal an, falls die Kinder es nicht haben wollen. Aber jetzt noch nicht.“

Die Altersangabe lässt sich beliebig austauschen mit 80 und auch 90 (!). Die Aussage bleibt gleich. Das Alter besagter Kinder kann man sich ausrechnen und damit auch die geringe Wahrscheinlichkeit, dass diese das Haus vielleicht doch noch für sich selbst haben wollen. Im Alter von 50 oder 60 Jahren sollten die Kinder schon selber auf der Suche nach einer konzeptionell ganz anderen Immobilie sein. Warum das im Moment so wichtig ist, erzähle ich jetzt.

Anbei die Geburtenrate in Deutschland pro 1000 Personen:

Jetzt kommt, was Ihr unbedingt bedenken solltet…

Insbesondere heute (und damit meine ich jetzt, im Jahr 2016) ist es schlau, falls man, erstens, 50 Jahre und älter ist, zweitens, ein Einfamilienhaus besitzt und drittens die Kinder bereits aus dem Haus sind, sich auf die Suche nach einer Immobilie zu machen, in der man seinen Ruhestand verbringen kann (oder den größten Teil).

Denn: Die ältesten der geburtenstärksten Jahrgänge in Deutschland (Jahrgang 1960 bis 1965) sind jetzt 55 Jahre alt.

Sie sind genau an dieser Schwelle der Entscheidung, sich nach einer passenderen, kleineren Immobilie umzuschauen (vgl. meine Grafik oben). Da die meisten Menschen die Entscheidung jedoch mit 55 Jahren noch „verschlafen“ oder verschieben, ist jetzt noch ein guter Zeitpunkt, um den „Absprung“ zu schaffen. Im Idealfall hat man jetzt folgende Vorteile:

  1. Der Verkaufspreis des Einfamilienhauses ist hoch, da noch nicht so viele Einfamilienhäuser auf dem Markt sind, wie dies in den kommenden Jahren der Fall sein wird, da immer mehr Menschen auf die Idee kommen werden, sich zu verändern und ihr Haus zu verkaufen. Und: viele junge Familien sind jetzt auf der Suche, da die Zinsen so niedrig sind.
  2. Der Einkaufspreis der zu findenden Wohnung (oder des zu findenden Bungalows) ist niedriger als in den kommenden Jahren, da noch nicht so viele Menschen auf der Suche sind und die Nachfrage noch zunehmen wird. Gleiches gilt für Mietwohnungen, falls man nicht noch mal kaufen will.
  3. Eine barrierefreie Wohnung, die jetzt gekauft und zu einem späteren Zeitpunkt verkauft wird, wird mit großer Wahrscheinlichkeit gewinnbringend verkauft werden. Spekulationsgewinn nennt man das im Finanzwesen. Eventuell steigt man dann im hohen Alter noch mal um auf eine Mietwohnung und macht eine Kreuzfahrt. Oder die Erben freuen sich.

Problem ist, dass die meisten Suchenden dieselben Anforderungen haben: Im Idealfall handelt es sich um eine Wohnung, ca. 60 – 90 m2, 3 Zimmer, barrierefrei, mit Fahrstuhl erreichbar, zentral gelegen oder gut angebunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln (damit man kein Auto braucht), keine Altbauschwellen (auch diese können schon zum Hindernis werden), große bodentiefe Dusche, modern gestaltet und so weiter. Alternativ: moderner Bungalow, zentral gelegen.

Zusammengefasst empfehle ich Euch, realistisch vorauszuschauen, wie viel Platz ihr in Eurer Immobilie in den nächsten Jahren wirklich brauchen werdet und die Immobilie an eure persönlichen Platzbedürfnisse anzupassen. Besonders, wenn es Zeit wird sich zu verkleinern. Wartet damit nicht zu lange, besonders, wenn ihr jetzt im Alter von 50 bis 60 Jahren seid.

Viele Grüße,

Euer Johannes


Johannes MöllerhermJohannes Möllerherm (Author): Johannes wirkt seit 2009 im familiären Maklerunternehmen „Möllerherm Immobilien“ mit. Seit 2012 betreut er das Wohnimmobiliengeschäft in Kiel. Der Beruf des Immobilienmaklers ist durch den familiären Austausch sozusagen vorgegeben. Seit 2014 ist Johannes auch Ansprechpartner für die Suche und Vermarktung von Gewerbe- und Anlageimmobilien in Zusammenarbeit mit der Dr. Ehlers Immobilien GmbH in Kiel, Schleswig-Holstein und Hamburg.