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Zum Weltfrauentag: Warum ich gerne Frauen als Maklerin einstelle

Als Inhaberin und Gründerin des norddeutschen Makler-Unternehmens Möllerherm Immobilien mit über 30 Angestellten und 5 Niederlassungen in Kiel, Lübeck, Scharbeutz, Hamburg und Bremen habe ich mit Erstaunen festgestellt, dass das Bild der Frau im Maklergeschäft oft nicht ausreichend gewürdigt wird.

Wenn wir neue Mitarbeiter/innen einstellen achten wir auf vier Dinge:

1 Empathie

Diese ist für uns das wichtigste Einstellungs-Kriterium. Empathie bedeutet für uns, dass man sich in den Menschen gegenüber hineinversetzen kann. Mitfühlen und den richtigen Ton finden, ist hier das richtige Stichwort, um erfolgreich ein so sensibles Geschäft wie den Haus- bzw. Wohnungskauf  und Verkauf zu begleiten. Wir sind sogenannte „Lebens-Veränderungs-Begleiter“. Empathie macht den Kern unserer täglichen Arbeit aus.

2 Passion & Energie

Hier ist mir insbesondere wichtig, dass die Augen „leuchten“, wenn es um das Thema Immobilien geht. Oft können Frauen die Leidenschaft und die Emotion des Immobilienverkauf und -kauf leichter transportieren. Denn nur wer auch begeistert von der zu verkaufenden Immobilie ist, kann diese auch erfolgreich verkaufen.

3 Technik-Verständnis

Da wir ein stark digitalisiertes Unternehmen sind, erwarten wir von unseren Mitarbeitern ein hohes Maß an technischem Verständnis. Für uns ist es wichtig, dass neue Kolleginnen und Kollegen schnell lernen unsere Programme & Prozesse zu beherrschen.

4 Erfahrung

Als Anforderung steht für uns natürlich auch die Erfahrung und das Wissen um Immobilien auf dem Wunschzettel ganz oben. Aber auch hier ist es für uns wichtig, dass sich die Maklerin bzw. der Makler schnell in die gegebenen Prozesse einarbeitet, da wir dieses Wissen auch on-the-job oder in unser „Möllerherm Academy“ und in externen Schulungen dem Makler beibringen können.

Wir hätten gerne noch mehr Frauen als Makler bei uns, jedoch bewerben sich überwiegend Herren bei uns – was, wie wir vermuten, an dem falschen Jobbild des Maklers in Deutschland liegt.

Aktuell haben wir zwei neue Mitarbeiterinnen als Makler eingestellt und hoffen noch auf viele weitere Bewerbungen für unsere Gebiete Hamburg, Bremen, Kiel und (neu!) auch Hannover. Wenn Sie Interesse an einer Einstellung als Makler/-in haben, schicken Sie gerne eine aussagekräftige Bewerbung an Herrn Dr. Hofeditz marcel.hofeditz@moellerherm-immobilien.de.

Wir freuen uns auf Sie.

Ihre Annegret Möllerherm

Was brauchen erfolgreiche Immobilienmakler? 10 Tipps vom Profi…

Immobilienmakler sein und reich werden, das ist der Traum von Vielen, aber die Wahrheit ist oft eine Andere. Es braucht definitiv andere Fertigkeiten im Immobilienvertrieb als es sich Viele vorstellen. Ein guter Immobilienmakler muss unterschiedliche Fähigkeiten mitbringen. Insbesondere fällt es vielen schwer empathisch und gleichzeitig fokussiert zu sein. Zu verkniffen an die Aufgaben heranzugehen ist gar nicht gut und Gefühle allein bringen auch kein Geschäft. Hier die 10 Tipps wie Sie als Makler erfolgreich sind:

1 Fleiß schlägt Talent

Peter Schürrer sagte mal in einem hervorragenden Vortrag, dass es vier Dinge gibt die ein Makler braucht: Fleiß, Fleiß, Fleiß und Talent. Es steht also 3:1 für Fleiß, ein eindeutiges Ergebnis. Es wird oft unterschätzt welcher Aufwand hinter dem Aufbau einer persönlichen vertrauensvollen Beziehung mit einem Verkäufer steckt. Dabei ist es auch wichtig genau zu sein.

2 Empathie ist die Kunst des Makelns

Vielleicht sind Frauen ja die besseren Makler, wer weiß? Bestimmt fällt es uns Männern schwerer sich in die Gefühle des Gegenübers hineinzuversetzen. Beim Makeln ist dies ein eminent wichtiger Teil und wird oft nicht hoch genug geschätzt. Der Verkauf ist einer der emotionalsten Situation eines Menschen. Da braucht es jemand mit Taktgefühl an der Seite.

3 Die Makler-Welt wird digital

Die Anwendung letzter Technologien ist entscheidend. Neben der Fototechnik ist auch die CRM-Software Schlüssel zum Erfolg. Wir haben z.B. unser CRM System individuell auf unsere Prozessabläufe im Unternehmen angepasst. Onoffice ist dafür eine sehr empfehlenswerte Software-Lösung.

4 Fokussierung auf die wichtigen Dinge

Auf und Abs sind normal. Es wird auch Phasen geben, wo man nicht so erfolgreich ist. Dabei ist es wichtig die richtigen Kennzahlen im Auge zu behalten. D.h. man sollte nicht nur auf die harten Kennzahlen schauen, sondern den Erfolg auch auf Basis der weichen Kennzahlen beobachten. Ein Kennzahlen-System hilft dabei einen guten Überblick zu behalten.

5 Ich muss mich neu erfinden, jeden Tag.

Die DNA des Maklers ist davon geprägt, sich jeden Tag aufs Neue vorzubereiten, nämlich auf eine Überraschung. Dies ist auch gut so. Wenn Sie diesen Teil bestehen, dann bestehen Sie auch den Rest: Morgens aufstehen, sich aufzurappeln und auf neue Kunden zuzugehen, das ist die DNA, die jeder Makler haben sollte. Haben Sie den Drive?

6 Makeln ist Teamwork

Der Beruf ist aufgegliedert in unterschiedlichste Bereiche mit den verschiedensten Anforderungen. Der Makler sollte sich auf den Vertrieb konzentrieren. Und auch da sind weitere Kollegen wichtig zum gemeinsamen Austausch. Dies erhöht die Lernkurve und macht Sie noch erfolgreicher.

7 Präsentation ist alles

Ob Immobilienvideos auf dem YouTube-Kanal, animierte Magazin-Exposés oder virtuelle Rundgänge, die Objekt-Präsentation ist wichtig. Beim Termin Vorort geht es darum den Kunden im direkten Wettbewerb mit den Kollegen auch emotional mit einem hervorragenden Produkt zu begeistern.

8 Teil einer starken Marke sein

Im Maklergeschäft brauchen Sie eine starke Marke die sich einprägt und unverwechselbar ist. Sie sind bekannt, gut bewertet, in den wichtigsten Portalen, verfügt über eine hohe Weiterempfehlungsrate, dann sind Sie auf dem richtigen Weg.

9 Soziale Medien, SEO & Adwords statt Zeitung

Warum lesen Sie diesen Artikel und wo lesen Sie ihn? Wahrscheinlich wegen einer oder mehrerer der ersten drei Schlagworte dieser Überschrift. Zeitung ist out, und das gilt auch für Makler.

10 Vorbereitet auf das Bestellerprinzip sein

Leider muss es der Aktualität halber erwähnt sein. Das Bestellerprinzip wird wohl kommen, es ist nur die Frage wann und wie. Makeln mit Innenprovision wird dann verpflichtend werden. Das Produkt wird stärker in den Vordergrund geraten. Ist ihr Service gut genug?

Wir als Möllerherm Immobilien suchen ab sofort Makler mit Berufserfahrung oder einem eigenen laufenden Betrieb zur Erweiterung neuer oder bestehender Verkaufsgebiete in Norddeutschland. Sie sind technikaffin, empathisch und leistungsorientiert. Wir bieten Ihnen den strukturierten Aufbau Ihres Verkaufsgebiets, eine einzigartige familiäre Atmosphäre und das Gefühl bei jedem Schritt beim Makeln genau das Richtige zu tun. Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir eine WhatsApp unter 015150467537. Ich freue mich auf Ihre Nachricht. Lesen Sie auch gerne mehr darüber in unserem Blog Artikel: „Wen suchen wir? Wieviel zahlen wir? Warum stehen wir morgens auf…“

Ja zur Ausbildung! Warum wir Makler unsere Berufsgruppe schützen wollen…

Im März 2008, also vor über 9 Jahren kam ein junges selbstbewußtes Mädel namens Anika auf unseren ersten Stand auf der Immomeile der Lübecker Nachrichten mit dem festen Entschluß in der Immobilienbranche eine Ausbildung zu machen. Sie erzälte uns, dass Sie im Juni ihr Abitur fertig habe und danach gerne Immobilienkauffrau werden möchte. Wir hatten seinerzeit noch keine Erfahrungen in Sachen Ausbildung von Nachwuchskräften aber nach kurzer Überlegung wurde uns schnell klar, dass die Ausbildung von qualifizierten Nachwuchskräften eine große Chance für unser Unternehmen bedeuten könnte.
Damals wie heute ist der Beruf des Immobilienmaklers keine geschützte Berufsbezeichung, denn jeder kann sich bei seiner Gemeinde einen Maklerschein nach §34c kaufen und sich fortan Immobilienmakler nennen. Dass es nach wie vor derartig lasche Zugangsvoraussetzungen gibt und sich quasi jeder Zugang zum Maklergeschäft kaufen kann, hat nicht wirklich zum Vertrauen in die Qualifikation unserer Berufsgruppe beigetragen. Daher muss die Branche selber etwas unternehmen.

Der Immobilienverband Deutschland ivd, dem ca. 6000 der über 40.000 in Deutschland aktiven Maklerunternehmen angehören, fordert deswegen seit vielen Jahrzehnten einen Fach- und Sachkundenachweis für Makler einzuführen. Das hat die Politik aber bisher leider immer abgeleht. Um dem ivd angehören zu können, müssen Makler, Sachverständige und Verwalter von Immobilien vor der Aufnahme in den Verband eine Sachkunde – Prüfung ablegen. Das sorgt für eine Mindest-Qualität der angebotenen Dienstelstungen.

Zurück zu Anika. Sie hat ihre Ausbildung zur Immobilienkauffrau mit Auszeichung abgeschlossen und inzwischen haben wir jedes Jahr einen neuen bzw. eine neue Auszubildende eingestellt und zur Immobilienkauffrau bzw. Immobilienkaufmann ausgebildet und jede/n nach seiner Ausbildung in die Festanstellung übernommen. Aktuell haben wir eine junge Frau im 3. Lehrjahr und einen jungen Mann im 2. Lehrjahr. Im August kommt dann Antonia, die gerade mit ihrem Abitur fertig ist und beginnt dann ihre Ausbildung bei uns.

Junge und gut ausgebildete Mitarbeiter wachsen nicht auf Bäumen. Wir müssen sie selber ausbilden und entwickeln. Unsere Branche braucht Talente, die die Immobilie des Menschen erfolgreich vermarkten können. Hier geht es um die Generierung der Werte, in die Menschen ihr Leben lang investiert haben. Da müssen wir an uns die Maßstäbe höher setzen. Genauso sollte dies die Politik machen. Es soll nicht jeder makeln dürfen, denn es bedarf unserer Meinung nach einer nachgewiesenen Qualifikation an Seriösität und Vertrauen.

5 Gründe warum positives Netzwerken mit anderen Maklern so wichtig ist…

Unser Blog maklererfahrung.de feiert jetzt schon sein 1-jähriges Jubiläum und wir freuen uns über die sehr positive Resonanz. Ihr wollt gerne einmal hinter die Kulissen eines Maklers schauen? Dann seid ihr hier genau richtig…

Eine Frage, die uns oft gestellt wird von Kollegen und auch von unseren Kunden: Warum ist es für uns so wichtig mit anderen Maklern positiv zu netzwerken? Im Laufe des Jahres haben wir uns oft auf anderen Veranstaltungen bewegt, uns dort mit anderen Maklern ausgetauscht und generell überhaupt versucht mit anderen Maklern positiv ins Gespräch zu bekommen, uns über den laufenden Betrieb zu unterhalten und uns gegenseitig Tipps zu geben. Im Folgenden versuche ich einmal darzulegen, warum dies so wichtig für uns ist und warum es vielleicht wichtig auch für andere Makler sein könnte positiv mit anderen Kollegen zu „netzwerken“.

Grund 1: Wir sitzen alle im selben Boot. 
Man darf nie vergessen, dass unsere anderen Kollegen im Markt im selben Boot wie wir sitzen. Die wirtschaftlichen Umstände und Gegebenheiten sind für uns dieselben, die politischen Veränderungen treffen uns alle gleich und die betrieblichen Erfahrungen sind sehr ähnlich. Es gibt keine bessere Gruppe an Personen mit denen man sich über die wirklich wichtigen betriebswirtschaftlichen Aspekte austauschen kann als mit den anderen Kollegen. Man muss ja nicht alles erzählen und auch nicht das letzte Marketinggeheimnis offenbaren, aber über die Dinge die sowieso offensichtlich sind, kann man sich doch durchaus unterhalten. Grundsätzlich gilt: Alle kochen mit Wasser und die anderen Makler beißen nicht, sondern freuen sich über eine Kontaktaufnahme. Und dadurch können sehr interessante Erkenntnisse entstehen natürlich genauso wie auch das ein oder andere spannende Gemeinschaftsgeschäft.

Grund 2: Ein gutes Maklernetzwerk erzeugt positive Empfehlungen.
Auch wenn der Kollege in Mönchen-Gladbach oder in München und du in Bremen oder Hamburg sitzt, Empfehlungen sind das A&O unserer Branche. Besonders im Anlagegeschäft kann es oft sein, dass ein Kunde sich an einen regionalen Makler wendet, damit dieser einen passenden Makler Vorort aussucht und ggf. auch die Verkaufssteuerung übernimmt. Wenn man bei dem Makler allgemein oder persönlich bekannt ist, kann auf diese Weise das ein oder andere interessante Geschäft entstehen. Maklerempfehlungen sind nicht für Gemeinschaftsgeschäft wichtig, sondern auch für Rankings (z.B. Focus), die zusätzlich auf die Empfehlungen durch andere Makler basieren.

Grund 3: Sich abzuschotten kann zu einem Blindflug führen. 
Oft ist es doch so in unserem Beruf, dass man sich verschließt gegenüber der Konkurrenz, diese zum einen nicht beobachtet und zum anderen sich nicht mit Ihnen austauscht. Dies ist der erste größte Fehler, den ein Makler im Markt machen kann. Es gilt die anderen Makler und deren Arbeit zu schätzen, zu respektieren und natürlich auch zu beobachten. Der Maklerjob ist ein sehr individueller und personenspezifischer Job. Vielleicht einfach auf den Kollegen zu gehen und sagen: „Ich habe das Inserat gerade gelesen und fand es sehr gelungen“, kann der Start von einer guten Geschäftsbeziehung werden. Wichtig ist für uns also, dass wir unsere Kollegen wertschätzen und wenn Sie einen großen Auftrag bekommen und erfolgreich abarbeiten auch dazu gratulieren. Wertschätzen zeigt an dieser Stelle „Größe“.

Grund 4: Gemeinschaftsgeschäfte können nur positives Bringen
Obwohl das Thema Gemeinschaftsgeschäfte und wie man diese erfolgreich gestalten kann sicherlich ein separates Thema Wert wäre (gerne, dann im Teil #5 unserer Reihe), soll hier kurz die Bedeutung und Zukunft von Gemeinschaftsgeschäften umrissen werden. Zurzeit leben wir in einem Verkäufermarkt und das Interessentenmanagement ist weniger wichtig geworden. Trotzdem gibt es in jedem normalen Immobilienportfolio immer noch Objekte, die schwierig zu verkaufen sind, entweder aufgrund der speziellen Eigenschaften der Immobilie (zu klein, schlecht gelegen oder renovierungsbedürftig) oder wegen der zu hohen Preisvorstellung des Verkäufers. In solchen Fällen lohnt sich das Einschalten eines Maklernetzwerks zur Unterstützung des Verkaufs sicherlich. Dies gilt oft insbesondere für off-market Objekte im Gewerbebereich, kann aber auch im Wohngeschäft durchaus vorkommen. Meine Empfehlung ist an dieser Stelle, dass man sein eigenes Verkaufsportfolio dahingehend klassifiziert dieses in schwierige und einfach zu verkaufende Immobilien unterteilt und dann die schwierig zu verkaufende Immobilien konsequent zur Mitarbeit anbietet. Dies macht nicht nur einen positiven Eindruck bei den Kollegen, sondern auch bei den Verkäufern, die sehen dass man sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln in den Verkauf begibt.

Grund 5: Es macht Spaß
Schlicht und einfach, Spaß haben ist sicherlich der Hauptgrund, warum wir makeln und es macht einen Riesenspaß mit Kollegen zu netzwerken und sich auszutauschen. Man merkt, dass unser Beruf durchaus vielschichtig und einzigartig ist und dass andere interessante und spannende Persönlichkeiten sich in diesem Beruf bewegen. Makler sind immer extrovertierte und oft auch lustige Menschen mit denen man sich toll unterhalten kann. Im Zweifel ein Gemeinschaftsgeschäft zu machen kann durchaus auch mehr Spaß bringen als das Geschäft alleine abgewickelt zu haben. Zum einen kann man sich die Betreuung der Kunden aufteilen (Eigentümer und Interessenten) und zum anderen die Erfolge und Misserfolge gemeinsam verarbeiten. Neben dem finanziellen Erfolg ist der Spaß durchaus der wichtigere Faktor im Beruf wenn man der Wissenschaft glauben mag. Und durch Spaß haben kommt Erfolg.

Wenn ihr gerne ein Gemeinschaftsgeschäft machen möchtet, meldet euch gerne bei mir unter marcel.hofeditz@moellerherm-immobilien.de oder meiner persönlichen Handynummer 015150467537. Wenn Ihr Interesse habt für uns zu makeln, dann könnt Ihr Euch auch gerne bei mir melden.

5 Tipps zum erfolgreichen Vorgehen, wenn Kaufinteressenten sich überbieten

Immobilien sind fast immer Unikate von denen es keine Kopien gibt. Deshalb können Sie auch zum gleichen Zeitpunkt nur ein einziges Mal verkauft werden. Bei besonders begehrten Objekte, die sich durch einzigartige Lagen oder eine klassische Nutzung für Familien auszeichnen, kommt es öfters vor, dass mehrere Interssenten dieses Objekt gerne kaufen würden. „Evergreens“ kann man diese Objekte bezeichnen oder „Allrounder“. Vielleicht besitzen Sie ja so ein Objekt? Dazu zählen Mehrfamilienhäuser in besonderen Lagen, genauso wie Einfamilienhäuser oder Reihenhäuser und Wohnungen. Es sind oft nicht die absoluten Top-Lagen, dort wo sowieso der Markt recht klein ist, sondern eher das mittlere Segment, also Einfamilienhäuser bis 500.000€ in klassischen stadtnahen Lagen, beliebten Straßen mit sehr guter Infrastruktur. Es wird dann öfters mehr bezahlt als der Angebotspreis, also der realistische Marktpreis mit dem wir (immer) versuchen in den Markt zu gehen.

Neulich war das wieder so. Es gab 3 Interessenten für ein Einfamilienhaus, die alle wild entschlossen waren, das Objekt zu kaufen und sich gegenseitig überboten haben. Was sollen wir als Makler tun? Was sollten Sie als Käufer tun und was sollten Sie als Verkäufer tun?

Zunächst ist es wichtig, dass alle Ruhe bewahren. Eine größtmöglichste Transparenz ist der Schlüssel für den richtigen Umgang mit den Bietenden, genauso wie das richtige Takt-Gefühl…

Tipp 1: Prüfen der Finanzierung aller Bietenden

Also, wenn ein Bietender keine Finanzierungszusage seiner Bank hat oder eine Bankbestätigung vorlegt, dass entsprechendes Eigenkapital vorhanden ist, dann braucht man das Gebot zunächst auch gar nicht berücksichtigen.

Tipp 2: Kaufkriterien des Verkäufers abfragen

Es ist wichtig zu wissen, was dem Verkäufer eigentlich wichtig ist. Vielleicht ist ihm der Übergabezeitpunkt oder dass eine Familie kauft, wichtiger als der Preis.

Tipp 3: Ich gehe immer auf den Erst-Bietenden zurück

Der Fairnesshalber sollte der Erst-Bietende immer die Chance haben das Gebot zu erhöhen.

Tipp 4: Das Gespräch vor dem Brief

Wenn möglich immer telefonisch die Gespräche führen. Es bringt nichts aufgrund einer falsch verstandenen Email, Unruhe zu erzeugen.

Tipp 5: In der Kürze liegt die Würze. 

Das Ganze sollte sich auch nicht zu lang strecken. Lieber die Gebote in 1-2 Tagen sammeln als über mehrere Tage.

Zurück zu unserer Geschichte: In letzter Konsequenz hat dann der Eigentümer sich für ein Gebot entschieden und es blieben zwei unglückliche Bieter auf der Strecke. Das erzeugt natürlich Unzufriedenheit, nicht nur bei den Käufern, sondern auch bei uns als Makler. Es gibt kein unschöneres Telefonat als ein Haus abzusagen.

Wir sprechen dann immer intensiv mit den Kunden, um deren Vertrauen zu behalten und versprechen, wenn ein ähnliches Objekt hereinkommt, die leer ausgegangenen Kaufinteressenten vorrangig vor Veröffentlichung des Angebotes anzusprechen. Nicht nur in dem geschilderten Fall, sondern auch in anderen Fällen konnten wir alleine dieses Jahr ein vergleichbares Objekt dem Interessenten anbieten, welches dann genau passte. Beim Notar gab es dann wieder glückliche Gesichter und ein Sektchen auf das neue Zuhause.