Fotos sind das Erste, was potenzielle Käufer*innen von Ihrer Immobilie sehen. Die meisten Menschen schauen sich in einem Inserat oder Exposé zuerst die Bilder an, bevor sie Texte lesen. Je besser die Aufnahmen sind, umso mehr Nachfrage generieren Sie und desto besser und schneller wird sich die Immobilie verkaufen. Näheres zum Zusammenhang von Nachfrage und Verkaufsergebnis haben wir im Kapitel zum “optimalen Verkaufsergebnis” erklärt.
Die Vorteile einer gut fotografierten Immobilie sind:
Höherer Verkaufserlös
Erhöhte Attraktivität und mehr Nachfrage
Schnellere Verkaufszeit
Besseres Verkaufsergebnis
Vorbereitung des Fototermins
Immobilie vorbereiten (Home Staging)
Bevor Sie Ihre Immobilie fotografieren, sollte diese für den Verkauf vorbereitet werden. Beim Home Staging geht es darum, die Attraktivität der Immobilie zu steigern, sodass diese möglichst vielen Kaufinteressierten gefällt. Mähen Sie zum Beispiel vor dem Fototermin den Rasen, stellen Sie die Gartenmöbel raus, dekorieren Sie leere Räume und führen Sie Schönheitsreparaturen durch.
Mehr zum Thema Home Staging erfahren Sie im Kapitel „Immobilie vorbereiten“. Dort haben wir auch eine umfassende Checkliste und Anleitung für Sie zusammengestellt.
Zum Download der Home Staging-Checkliste >
Wetter & Jahreszeit
Um keine bösen Überraschungen am Tag des Termins zu erleben, sollten Sie vorab das Wetter im Auge behalten und auf Eventualitäten wie Regen, Wind etc. vorbereitet sein. Wir als Maklerunternehmen nutzen www.windfinder.de. Der Anbieter stellt Wetterinformationen im Stundentakt zur Verfügung. Achten Sie darauf, dass Sie am Tag des Fototermins möglichst ideales Wetter haben. Im besten Fall scheint die Sonne, der Himmel ist blau und vereinzelt sind kleine Wolken zu sehen. Kontraste und Farben wirken bei Sonnenschein am stärksten auf den Fotos. Wenn es an diesem Tag regnet, schneit, neblig oder besonders dunkel ist, sollten Sie den Fototermin verschieben. Innenfotos lassen sich bei bedecktem Wetter durchaus machen, jedoch ist in einem solchen Fall ein zweiter Termin für die Außenfotos angeraten.
Auch die Jahreszeit spielt eine Rolle. Für Innenaufnahmen ist die Jahreszeit egal, vorausgesetzt, die Immobilie besitzt keine übergroßen Fensterflächen mit Blick ins Grüne. Bei Außenfotos hingegen ist die Jahreszeit für gute Ergebnisse entscheidend. Grüne Bäume, blühender Raps und bunte Gärten verleihen den Fotos das gewisse Etwas. Wenn Sie keinen Zeitdruck haben, sollten die Fotos im Frühjahr, Sommer oder Herbst gemacht werden, nicht im Winter.
Licht, Sonnenstand & Tageszeit
Machen Sie alle Gardinen, Rollos und Vorhänge auf und schalten Sie alle Lichter und Lampen ein, um die Immobilie möglichst hell auf den Fotos zu präsentieren. Achten Sie auch auf den Sonnenstand. Steht die Sonne zu tief, werden Farben verfälscht, entstehen Schatten oder die Sonne blendet stark. Morgens ist das Licht meistens kälter, in den Abendstunden wird das Licht wärmer. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass die Sonne bei Ihrem Shooting möglichst weit oben steht. Grundsätzlich empfiehlt sich für den Fototermin eine Uhrzeit zwischen 11 und 16 Uhr. Wenn Sie wissen, dass bestimmte Perspektiven auf Ihre Immobilie bei einem gewissen Sonnenstand besonders schön sind, können Sie diesen Sonnenstand zu jeder x-beliebigen Zeit einsehen mithilfe der Internetseiten www.suncalc.net oder www.sonnenverlauf.de.
Die Ausrüstung
Kamera
Die meisten Hobbyfotograf*innen haben vermutlich eine Kamera mit einem APS-C-Sensor zuhause, während Profis mit Vollformat-Kameras fotografieren. Aber auch mit einem guten Smartphone können Sie beeindruckende Bilder schießen, wenn Sie wissen wie es geht. Eine Kamera mit APS-C-Sensor geht preislich bei circa 400 Euro los und gibt es von unterschiedlichen Herstellern wie Sony, Canon oder Nikon. Professionelle Vollformat-Kameras kosten deutlich über 1000 Euro.