Amanda und der allererste Weihnachtsbaum
In Scharbeutz, wo die Wellen sanft an den Strand plätschern und der Wind nach Salz und Schnee riecht, war die kleine Ente Amanda ganz aufgeregt.
„Mein erstes Weihnachtsfest am Meer!“, rief sie fröhlich, als sie aus dem Fenster ihres kleinen Entenhauses blickte. Draußen glitzerten Schneeflocken auf dem Sand, und in der Ferne leuchteten schon die ersten Sterne über der Ostsee.
„Aber was wäre Weihnachten ohne einen Weihnachtsbaum?“, überlegte sie laut.
Sie tippte sich an den Schnabel. „Ich brauche unbedingt den schönsten Baum in ganz Scharbeutz!“
Ein Bus voller Abenteuer
Da Amanda natürlich kein Auto fahren konnte, beschloss sie, mit dem Bus nach Zarnekau zu fahren, wo es einen berühmten Weihnachtsbaumstand gab.
Mit einem kleinen Rucksack, einer Thermoskanne Kakao und einer Portion Abenteuerlust watschelte sie zur Bushaltestelle.
„Guten Morgen!“, quakte sie fröhlich, als der Bus mit einem Zischen anhielt.
Der Fahrer, ein gemütlicher Seebär mit Mütze und Schal, lachte. „Na, kleine Ente, wohin soll’s gehen?“
„Nach Zarnekau, bitte! Ich brauche einen Baum, der bis zur Decke reicht!“
Der Bus brummte los. Draußen zog die Winterlandschaft vorbei: verschneite Felder, glitzernde Bäume, und ab und zu ein neugieriger Rehblick.
Amanda klebte mit der Schnabelspitze an der Scheibe. „Oh, wie schön! Das ist ja wie eine Weihnachtskarte!“
Plötzlich setzte sich jemand neben sie – ein fröhlicher Seelöwe mit Schal und Mütze.
„Hallo! Ich bin Mickey. Ich fahre auch nach Zarnekau – wegen eines Weihnachtsbaums!“, sagte er.
Amanda strahlte. „Wie lustig! Dann suchen wir zusammen!“
Und schon waren die beiden mitten in einem fröhlichen Gespräch über Lametta, Lichterketten und den besten Kakao in Scharbeutz.
Ein Weihnachtsbaum zum Verlieben
Als sie in Zarnekau ankamen, glitzerte alles in festlichem Licht. Überall standen kleine Marktstände, es duftete nach gebrannten Mandeln, und Weihnachtsmusik spielte.
„Da vorne!“, rief Amanda begeistert und deutete auf einen Platz voller Tannenbäume.
Die beiden liefen zwischen den duftenden Zweigen hindurch, schauten, maßen, verglichen.
„Dieser hier ist zu groß“, sagte Mickey.
„Der da kippt bestimmt um!“, kicherte Amanda.
Schließlich entdeckten sie ihn – den perfekten Baum: dicht, gerade und mit einem kleinen Ast oben drauf, perfekt für einen Stern.
„Der ist es!“, riefen sie im Chor und klatschten vor Freude mit Flügel und Flosse zusammen.
Der Verkäufer nickte zufrieden. „Gute Wahl! Der hat genau die richtige Portion Weihnachtszauber.“
Mit vereinten Kräften – und viel Gelächter – schleppten Amanda und Mickey den Baum zum Bus. Der Fahrer staunte nicht schlecht, als sie ihn hineinbugsierten.
„Na, das nenne ich einen VIP-Gast!“, lachte er, als der Tannenbaum fast bis zur Decke ragte.
Ein Entenhaus voller Glanz
Zurück in Scharbeutz half Mickey, den Baum in Amandas Wohnzimmer aufzustellen. Dann begann das große Schmücken.
„Lametta oder Lichter zuerst?“, fragte Mickey.
„Beides gleichzeitig!“, lachte Amanda und warf eine glitzernde Kugel so schwungvoll, dass sie in Mickeys Mütze landete.
Gemeinsam hängten sie goldene Kugeln, silberne Sterne und sogar kleine Entenanhänger an die Zweige. Amanda band bunte Schleifen, Mickey verhedderte sich mehrmals in der Lichterkette – aber am Ende funkelte der Baum so schön, dass ihnen fast der Atem stockte.
„Er sieht aus, als hätte er das Nordlicht verschluckt!“, staunte Mickey.
„Mein allererster Weihnachtsbaum“, flüsterte Amanda gerührt.
Ein Abend voller Freunde
Am nächsten Abend lud Amanda all ihre Entenfreunde ein. Sie stellten Kerzen auf, sangen Weihnachtslieder und knabberten an Plätzchen, die noch warm aus dem Ofen kamen.
„Amanda, dein Baum ist einfach zauberhaft!“, rief ihre Freundin Lilli begeistert.
„Und du hast ihn ganz allein ausgesucht?“
„Mit ein bisschen Hilfe von Mickey“, zwinkerte Amanda.
Sie tauschten kleine Geschenke, erzählten Geschichten und lachten so laut, dass draußen die Schneeflocken zu tanzen begannen.
Ein Fest bei Möllerherm Immobilien
Am nächsten Tag hatte Amanda eine neue Idee.
„Wenn’s hier so schön ist, sollen auch Mama, Papa und ihre Kollegen ein bisschen Weihnachtsfreude haben!“
Also lud sie nicht nur Anne und Leo Möllerherm, sondern gleich das ganze Team von Möllerherm Immobilien zu sich nach Hause ein.
Es gab Kinderpunsch, Entenkekse und Kaffee, und der Weihnachtsbaum funkelte in der Ecke wie ein kleiner Stern.
„Amanda, das ist wundervoll!“, sagte Leo gerührt.
„So viel Herz und Glanz – du solltest unsere Weihnachtsdekorationschefin werden!“
Amanda gluckste stolz. „Vielleicht bewerbe ich mich nächstes Jahr!“
Die Mitarbeiter lachten, sangen und genossen den Nachmittag. Bald füllte fröhliches Stimmengewirr das kleine Entenhaus, und draußen glitzerte die Ostsee im Licht des späten Nachmittags.
Der Zauber bleibt
Als alle gegangen waren, setzte sich Amanda auf ihr Lieblingskissen und betrachtete den leuchtenden Baum.
„Zwei Tage voller Lachen, Freunde und Lichter – das war das schönste Weihnachtsabenteuer überhaupt“, flüsterte sie.
Mickey klopfte an die Scheibe und winkte. „Bis morgen, Amanda! Wir backen Kekse?“
„Unbedingt!“, rief sie fröhlich.
Und so begann für Amanda eine ganze Reihe von Abenteuern, die alle mit einem Weihnachtsbaum – und einem Lächeln – ihren Anfang nahmen.








