Amanda fährt Schlittschuh in Kiel
Amanda auf glattem Eis – Ein Winterabenteuer in Kiel
In Scharbeutz, wo selbst der Winterduft nach Meer riecht und die Wellen kleine Schneehäubchen tragen, hatte Amanda, die fröhliche kleine Gummiente, mal wieder eine glitzernde Idee.
„Ich hab’s!“, rief sie aufgeregt und plusterte ihre gelben Flügel auf. „Wir fahren nach Kiel – zur großen Schlittschuhbahn! Sie soll wunderschön sein, wie ein Spiegel aus Eis!“
Ihr Freund Mickey, der abenteuerlustige Möwenjunge, flatterte begeistert mit den Flügeln. „Eislaufen? Ich bin dabei! Ich kann bestimmt Loopings auf dem Eis drehen!“
Der kleine Hund Calli, der gerade an seiner Lieblingsmuschel kaute, hob die Ohren. „Ich kann doch gar nicht eislaufen“, meinte er zögerlich.
„Dann bekommst du einen Schlitten, mein lieber Calli!“, lachte Amanda. „Und ich schiebe dich übers Eis, versprochen!“
Abfahrt ins Winterabenteuer
Am nächsten Morgen ging es los. Die Sonne lugte verschlafen über die Ostsee, und die Freunde packten ihre Sachen. Amanda nahm eine Thermoskanne Kakao, Mickey brachte Kekse, und Calli schnappte sich seine dicke Decke.
Schon die Autofahrt war ein Erlebnis. Amanda hatte sich auf den Beifahrersitz gesetzt – mit einer Karte, die fast größer war als sie selbst.
„Hier entlang, Mickey! Oder… warte, vielleicht doch die andere Richtung?“
„Amanda, du hältst die Karte verkehrt herum!“, lachte Mickey und lenkte vorsichtig die Straße entlang.
Calli bellte fröhlich, als sie über kleine Brücken fuhren und an gefrorenen Feldern vorbeikamen. Draußen funkelte der Schnee, und drinnen summten sie Weihnachtslieder.
Glitzerndes Eis und wacklige Flügel
In Kiel angekommen, verschlug es Amanda fast die Sprache. Die Schlittschuhbahn lag mitten in der Stadt – ein riesiger, funkelnder See aus Eis. Überall leuchteten Lichterketten, und Musik spielte leise aus den Lautsprechern.
„Oh, wie wunderschön!“, hauchte Amanda und sah ehrfürchtig zu, wie Kinder und Familien über das Eis glitten.
Zuerst suchte sie passende Schlittschuhe für sich und Mickey. Für Calli fand sie tatsächlich einen kleinen, roten Hundeschlitten. Der Verkäufer lachte. „Na, so einen süßen Fahrgast hatten wir noch nie!“
Schon nach wenigen Minuten standen die drei auf dem Eis – oder versuchten es zumindest.
„Oje, das ist ja rutschig!“, quietschte Amanda, als ihre Flügel wild in der Luft ruderten.
Mickey lachte so laut, dass er selbst ins Schlingern geriet. „Hilfe! Ich fliege gleich rückwärts!“
Und Calli juchzte auf seinem Schlitten: „Schneller, Amanda, schneller!“
Mit jedem Versuch wurden sie sicherer. Amanda drehte bald kleine Kreise, Mickey übte Sprünge (mit mehr Mut als Talent), und Calli raste jauchzend über das Eis. Die Sonne glitzerte auf der Fläche, und ihre fröhlichen Rufe hallten über die ganze Bahn.
Heiße Schokolade und kalte Nasen
Nach einer Stunde waren alle drei geschafft – und überglücklich.
„Kakaopause!“, verkündete Amanda und winkte mit der Thermoskanne. Sie setzten sich auf eine Bank am Rand der Bahn, wärmten ihre kalten Flügel und Pfoten und ließen den Dampf der Schokolade in die klare Winterluft steigen.
„Ich glaube, das war mein bester Tag im ganzen Winter!“, sagte Mickey zufrieden.
„Und der kälteste!“, ergänzte Calli und nieste, dass seine kleine Halsborte wackelte.
Ein Bummel durch das Winterwunderland
Nachdem sie sich ausgeruht hatten, beschlossen sie, noch ein wenig durch die Stadt zu spazieren. Kiel war festlich geschmückt: Über den Straßen funkelten Lichtergirlanden, und in den Gassen duftete es nach Zimt, Vanille und Bratäpfeln.
„Lasst uns den Weihnachtsmarkt ansehen!“, schlug Amanda vor. Und schon stürzten sie sich ins Gewimmel.
An einem Stand mit handgefertigten Mützen blieb Amanda stehen. Sie probierte eine rote Mütze mit Pompom an und drehte sich kichernd zu ihren Freunden. „Wie seh ich aus?“
„Wie der Weihnachtsengel persönlich!“, lachte Mickey.
Für Mickey wählte sie eine marineblaue Mütze mit silbernen Sternen – perfekt für eine Möwe vom Meer. Und Calli bekam eine besonders flauschige Halsborte, die fast so weich war wie eine Schneeflocke.
„Jetzt siehst du aus wie ein echter Winterheld!“, sagte Amanda.
Lichter, Lachen und Freundschaft
Die drei Freunde schlenderten weiter, schleckten Zuckerwatte und lauschten einem kleinen Chor, der Weihnachtslieder sang. Der Himmel färbte sich rosa, und die Stadt erstrahlte im Lichtermeer.
„Weißt du, Amanda“, sagte Mickey nachdenklich, „heute war gar nicht nur das Eislaufen das Schönste.“
„Nein?“
„Nein. Das Schönste war, dass wir’s zusammen gemacht haben.“
Amanda lächelte und nickte. „Das stimmt. Ein Tag mit Freunden ist das beste Geschenk – ganz ohne Schleife.“
Heimkehr nach Scharbeutz
Als sie schließlich müde, aber glücklich ins Auto stiegen, waren ihre Nasen rot und ihre Herzen warm. Draußen fiel leise Schnee, während sie Richtung Scharbeutz fuhren.
„Das war das tollste Winterabenteuer überhaupt!“, gähnte Calli.
„Und das nächste Mal fahren wir zum Rodeln!“, rief Amanda fröhlich.
Mickey grinste. „Abgemacht! Aber diesmal liest du nicht die Karte, Amanda!“
Alle lachten, und das Auto rollte durch die verschneite Nacht, begleitet vom Glitzern der Sterne – und dem Wissen, dass Freundschaft das Herz wärmer macht als jede heiße Schokolade.









